Nach ersten Informationen hat sich der geplante Ausflug für mich wie folgt angehört. Wir fahren zum Bergwerk, machen eine Führung. Weiter zum Königssee. Mittagessen und dann wieder heim. Da war ich noch der Meinung, dass wir um 16 Uhr wieder in Regensburg sind. Je konkreter die Pläne wurden, desto weiter verschob sich unsere Ankunftszeit nach hinten. Ok. 20 Uhr ist realistisch. Das war mein letzter Stand. Na dann schaffen wir es ja auch abends noch zum „Bauchtanz und Tribal Hafla“. Perfekt.

Anreise zum Salzbergwerk Berchtesgaden

Um 08:15 wurden wir zu Hause abgeholt. In Bad Abbach trafen wir uns mit unseren Mitreisenden. Durch das schöne Wetter waren wir allerdings nicht die einzigen, die für diesen Tag einen Ausflug geplant hatten. Unser erstes Ziel war das Salzbergwerk Berchtesgaden. Bis wir dort eintrafen, war es allerdings schon nach 12:30 Uhr. Die nächste Führung war um 13 Uhr. Doch der Plan sah nicht vor für diese Führung Tickets zu kaufen, sondern es Stand jetzt nach vier Stunden im Auto erst mal eine Brotzeit auf dem Programm. Als wir um 13 Uhr dann die Tickets kauften, waren diese für die Führung um 13:35 Uhr. Bereits jetzt hatte ich so ein Gefühl, dass wir um 20 Uhr vermutlich nicht in Regensburg sein werden.

Salzbergwerk Berchtesgaden

Berchtesgaden

Als unsere Führung startet bekamen wir erst mal Anzüge, damit wir im Bergwerk nicht frieren. Danach durften wir den Zug besteigen. Allerdings musste von jedem Zug-Teil noch ein Bild gemacht werden. Dann setzte der Zug seinen Weg ins innere des Salzbergwerkes fort. Von dort aus erkundeten wir mehrere Stationen im Bergwerk. An zwei Stellen konnte man auch auf Holzrutschen einen Teil der Strecke zurück legen. Das Highlight war der unterirdische See, denn wir mit einem kleinen ‚Floss‘ überquerten. Leider gab es immer irgendwo eine Lichtquelle, so dass es nicht so dunkel war wie z.B. in der Rio Secreto. Ansonsten habe sie die Stationen im Bergwerk mit viel Multimedia aufgepeppt. Was ich aber schade fand, dass man kaum Zeit hatte sich selbst noch ein wenig umzusehen. Man kam in einen Raum. Da gab es viele Utensilien und eine kurze Präsentation, die sofort startet, nachdem alle da waren. Nach der Präsentation war man dazu angehalten zur nächsten Station weiter zu gehen. Trotzdem war die Führung recht interessant.

Auf zum Königssee

Königssee

Es war schon fast 15 Uhr als wir wieder im Auto saßen. Zum Königssee waren es nur wenige Minuten. Dort holten wir uns auch gleich die Tickets für das Schiff. Hmm. War wohl das letzte Schiff an dem Tag, das wir erwischt haben. Abfahrt 15:45 Uhr. Ich wusste nicht genau, wohin das Schiff uns jetzt bringt und bin eigentlich erst von einer kleinen Rundfahrt ausgegangen. In dem Fall hätte ich uns noch Chancen eingeräumt wenigstens bis 22 Uhr wieder zu Hause zu sein. St. Bartholomä war unser Ziel. Nachdem wir schon ein paar Minuten auf dem Schiffchen waren, erzählte uns ein Führer ein paar Details zum Königssee und das wir, wenn es gut läuft, in 30 Minuten in St. Bartholomä eintreffen. Wie langsam fährt das Schiffchen eigentlich?! (In der Regel 12 km/h). 16:30 Uhr. Wir erreichen die andere Seite. Leider können wir aber nicht sitzen bleiben, denn es warteten bereits ein paar Leute um mit den Schiffchen wieder zurück zu fahren. So ca. 500 – 1000 Personen. Pro Schiff können in etwa 90 mitfahren.

Eine Hütte im Wald

Die Wartezeit für die Rückfahrt beträgt vermutlich mehr als eine Stunde sagte der Guide. 17:30 Uhr ist dann eigentlich die letzte Rückfahrt. Naja. Eine Stunde anstellen wollten wir uns jetzt auch nicht. Also nutzten wir die Zeit für ein paar Fotos und einen kleinen Rundgang um St. Bartholomä. Um 17:15 trafen wir in etwas wieder an der Anlegestelle ein. Gerade also rechtzeitig für die letzten Fahrten. Nur: Die Schlange ist kaum kürzer geworden. (Das war der Zeitpunkt an dem ich mit endgültig von einem anschließenden Abendprogramm verabschiedet habe). Um kurz vor 18 Uhr konnten wir dann schon auf ein Schiff. Nachdem wir auch bei der Rückfahrt nicht die Höchstgeschwindigkeit von 16km/h ausschöpften fuhren wir auch zurück wieder ca. 35 Minuten.

Auf zum Tegernsee

Medlan

Um 18:45 Uhr sammelten wir uns beim Auto. Der wichtigste Punkt des Tages stand ja noch auf dem Programm: Abendessen am Tegernsee. Der Tegernsee lag grob auf dem Weg zurück nach Hause. Trotzdem war ein kleiner Umweg notwendig. Vom Tegernsee habe ich um 20:30 Uhr nichts mehr gesehen, als wir am Bräustüberl eintrafen. Da es zum draußen sitzen schon etwas zu kalt war, waren wir froh drinnen einen entsprechend großen Tisch zu bekommen. Endlich essen. Leider waren von den überschaubaren Hauptgerichten schon einige aus, so dass sich vier von zehn Personen nach der Bestellung nochmal umentschieden mussten. Das Essen war dafür flott serviert und auch recht gut.

Goodbye Tegernsee. Hello Regensburg

Gegen 22 Uhr saßen dann alle wieder in ihren Autos. Ich musste glücklicherweise nicht fahren. Unser Chauffeur brachte uns in Rekordgeschwindigkeit zurück nach Regensburg, wo wir irgendwann zwischen 23:30 Uhr und 23:45 Uhr eintrafen. Wie haben dann den Abend noch gemütlich ausklingen lassen. Alles in allem ein gelungener Tagesausflug. Auch wenn wir alle festgestellt habe: Das waren vielleicht zu viele Punkte für einen Tag. Doch wenn man schon in der Gegend ist, möchte man natürlich auch so viel wie möglich mitnehmen.