Urlaub in der Dominikanischen Republik / Punta Cana 2017

Anreise

Geburtstagsgeschenk

Diesmal war ich echt mutig. Wir sind erst am Samstag früh nach Frankfurt gefahren und nicht schon am Freitagabend. Okay. Unser Flieger ging diesmal auch nicht um sechs Uhr morgens sondern erst am späten Nachmittag. Trotzdem wollte ich frühzeitig los, denn auf der A3 ist es manchmal doch etwas voller. In Geiselwind machten wir noch eine gemütliche Kaffeepause. Etwas früher als geplant kamen wir am Parkplatz und auch am Flughafen an. Der Flug selbst war recht angenehm. Dass es ohne dem Premium Paket natürlich kaum was zum anschauen gab, wussten wir ja vorher schon und haben unsere eigenen Filme auf dem Tablet mitgenommen. Der Transfer zum Hotel hat auch problemlos geklappt. Als wir am Hotel eintrafen war es schon sehr spät und es kamen mit uns noch einige anderen Gäste an. So hat der Check-In etwas länger gedauert, es gab keinen Begrüßungsdrinks und für Fragen hatte der nette Herr an der Rezeption leider keine Zeit. Hmm. Dann halt nicht.

Hotel Iberostar Bavaro

Hotel / Garten
Hotel / Garten

Fangen wir mal so an: Wir haben nicht die ganze Hotelanlage gesehen. Wie auch. Gefühlt war die Anlage des Iberostar so groß wie ganz Playacar in Mexico. Okay. Etwas übertrieben. Doch von der Einfahrt zum Resort bis zur Lobby war man noch gut fünf Minuten unterwegs. Zur Hotelanlage gehört unter anderem ein eigener Golfplatz. Insgesamt umfasst das Resort vier Hotels. Das Iberostar Dominicana und das Iberostar Punta Cana: Das sind so die klassischen ‚Bunker‘. Daneben war das Iberostar Bavaro. Hier ist das ganze wie in Mexiko aufgebaut. Kleine Häuser mit jeweils acht Wohneinheiten (vier unten, vier oben). Sehr großzügige Zimmer mit Balkon. Hier waren auch wir einquartiert. Das letzte Hotel ist das Grand Bavaro. Ein Hotel für Erwachsene. Nochmal etwas exklusiver.

Flora und Fauna im Hotel
Flora und Fauna im Hotel

Doch zurück zu unserem Hotel. Die Hotelanlage war wie im Mexiko auch schon sehr schön und gepflegt. Neben dem Buffetrestaurant standen auch hier wieder verschiedene Themenrestaurants zur Auswahl. Die Starfriends waren wieder dafür da, für Unterhaltung am Pool zu sorgen. Sportspiele. Wettbewerbe. Musik. Oder einfach mal eine Runde Bingo :). Am Pool & Strand fand man eigentlich immer eine Liege – auch im Schatten. Natürlich wurden auch hier wieder von einigen Touristen einige liegen um sechs Uhr morgens mit einem Handtuch reserviert – wie sollte es auch anders sein.

Hotelanlage
Pool

Insgesamt hat das Hotel schon einen positiven Eindruck hinterlassen. Obwohl es auch an manchen Stellen ein wenig ‚verlassen‘ ausgesehen hat. Zum Beispiel gab‘ es einen kleinen Shopping Bereich, der wie ausgestorben war. Auch das Star Rock Cafe wirkte ein wenig verlassen, als wir daran vorbei geschaut haben. Witzig war das Star Cafe, das an einen Starbucks angelehnt war. Simone war fast jeden Tag dort und hat immer das gleiche bestellt. Ich glaube jeder Mitarbeiter, der das Getränk zubereitet hat, hat es anders gemacht. Nur Eiscafe. Mit Schokoladensoße drunter. Mit Schokoladensoße drüber. Mit Sahen. Ohne Sahne. Eine hat sogar mal die Kaffeemaschine dafür angeworfen.

Ausflüge

Ein Kunstwerk
Santo Domingo

Urlaub soll ja auch der Erholung dienen. Trotzdem sehen wir auch mal gerne ein wenig was von dem Land in dem wir sind. Für die Dominikanischen Republik haben wir nicht so viele interessante Sachen gefunden. Die „Bacardi Insel“: ob die mit den Similan-Inseln mithalten kann? Der Monkey Forest: Ob der mit dem in Ubud mithalten kann? Da wir ja auch beim Tauchen einige Ausflügen gemacht haben, haben wir uns nur für zwei weitere separate Ausflüge entschieden.

Nationalpalast
Kolumbus Leuchtturm

Unser erster Ausflug führte uns nach Santo Domingo. Die Stadt ist mit ihren 3 Millionen Einwohnern nicht gerade klein. Leider bleibt bei so einem Tagesausflug nicht genug Zeit die ganze Stadt zu erkunden, vor allem nicht, wenn man schon mal drei Stunden Fahrt zurücklegen muss, um in die über 200 km entfernte Stadt zu kommen. Dennoch wollten wir uns das nicht entgehen lassen die älteste von Europäern errichtete Stadt in der Neuen Welt zu erkunden. Auf dem Weg zur Altstadt hielten wir kurz vorm Leuchtturm des Kolumbus an. So ab dann wird’s schon schwierig den Rest nachzuvollziehen, wo wir überall waren. Auf jeden Fall in der Kathedrale und in einem 4D-Kino (10 Minuten Kurzfilm). Nach dem Mittagessen hatten wir auch noch ein wenig Zeit selbst herum zu laufen, doch wo will man in einer Stunde in einer fremden Stadt groß hin laufen. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stopp beim Nationalpalast.

Los Haitises
Los Haitises

Der zweite Ausflug war dann das Kontrastprogramm dazu. Leider mussten wir auch hier wieder ein paar Stunden im Bus verbringen. Diesmal führte uns der Weg in Richtung Norden in den Nationalpark Los Haitises. Dort wurden wir mit kleinen Motorbooten durch einen Mangrovenwald gefahren. Wir umrundeten dann in der Bucht einige Felseninseln, bevor wir zwei Höhlen besichtigten. In einer der Höhlen gab es Höhlenmalereien. Für mich sah das ein wenig so aus, als hätte man da eine Kindergartengruppe einen Tag zum spielen hin geschickt. Nach den Höhlen fuhren wir auf eine kleine Insel auf der wir unsere Mittagspause machten. Wir hatten auch hier wieder Zeit zur freien Verfügung. Doch der Bereich der Insel, den man betreten konnte war jetzt auch nicht so groß. Den Abschluss des Ausfluges bildete dann noch eine Fahrt mit einem (Piraten-)Schiff. Leider zog ein starker Regen auf, als wir auf dem Schiff waren – das war ein wenig ungemütlich.

Los Haitises
Los Haitises

Tauchen mit Dressel Divers

Wir haben uns wieder für Dressel Divers entschieden (daher fiel auch die Wahl auf das Hotel). Beim ersten Tauchgang ging es zum Astron Wrack. Dies ist, wenn man weiß wo es liegt, in Sichtweite unseres Hotels – sprich auf der Atlantik Seite. Leider war der Tauchgang alles andere als prickelnd. Es hat schon damit angefangen, dass Simone schon grün im Gesicht war, als sie nur das Boot und den Wellengang gesehen hat. Die Sicht unter Wasser war mehr als bescheiden. Teilweise unter fünf Meter. Und während sich in Thailand bei dem Wrack hunderte von Fischen angesiedelt haben, war hier kaum ein Meeresbewohner zu entdecken. Und dann hatte man auch noch eine recht starke Strömung.

Vögel / Los Haitises
Vögel / Los Haitises

Der zweite Tauchgang einige Tage später führte uns auf den Süden der Insel. Wir fuhren raus zur Insel Saona. Dort absolvierten wir zwei tolle Tauchgänge. So hätten wir uns den ersten Tauchgang erhofft. Kaum Wellengang. Eine gute Sicht. Viele zu sehen. Das war sehr schön. Das Ganze war ein Tagesausflug. Nach dem Tauchgang machten wir einen Stopp auf der Insel Saona zum Mittagessen. Da wo wir angelegt haben war nicht so viel los und man konnte nach dem Essen noch eine schönes Stückchen auf der Insel entlang laufen. Mit dem Boot fuhren wir dann wieder zurück, hielten aber unterwegs nochmal für einen Schnorchel stopp an. Dort sollte es mit etwas Glück Seesterne zu sehen geben. Hmm. Wir hatten nur einen ganz großen Rochen, der sich im Sand versteckt hat. Auf einen Meter Tiefe.

Saona
Saona

Die beiden Tauchgänge bei Saona waren so toll, dass wir spontan noch einen weiteren Ausflug vor Ort gebucht haben. Nur zwei Tage später ging es wieder in den Süden. Diesmal in Richtung der Insel Catalina. Für diesen Tauchgang hatten wir dann auch unsere eigene GoPro wieder mit dabei. Der Wellengang war an diesem Tag auch auf der Karibik Seite etwas stärker. Trotzdem waren die Tauchgänge sehr gut. Wir hatten eine super Sicht und ich glaube auch auf der Kamera ist das ein oder andere Tierchen gelandet. Auch diese Tauchgänge wurden wieder im Rahmen eines Tagesausfluges durchgeführt. Das Essen gab es an der Mündung des Chavon Flusses. Nach dem Essen war der Chavon Fluss auch unser nächstes ‚Ausflugsziel‘. Mit unserem Boot, führen wir eine Stückchen den Fluss entlang. Hier wurden wohl unter anderem Teile von Rambo gedreht. Aufgrund des starken Wellenganges am Meer, wurden wir nicht mit dem Boot bis zum Hotel zurückgebracht, sondern schon ein kleines Stückchen vorher vom Bus eingesammelt.

Chavon Fluss
Chavon Fluss

Fazit zu den Tauchausflügen: Der erste war doof. Die anderen vier dafür umso besser.

Rückreise

Das negativ Highlight war mit Sicherheit die Rückreise. Denn im Reisebüro haben wir uns explizit für diesen – für uns – genialen Rückreisezeitpunkt entschieden und haben dafür auch in Kauf genommen, das wir von Frankfurt aus fliegen.

Flora und Fauna
Flora und Fauna

Der Plan: Rückflug um ca. 23:30. Man wird nach dem Abendessen abgeholt, hat also noch den ganzen Tag im Hotel. Man sitzt total Müde im Flieger und kann ein paar Stündchen schlafen. Wir kommen am Dienstag am frühen Nachmittag in Frankfurt an – gut erholt. Lösen danach unser Vapiano Gutscheine in Fürth ein und kommen im dafür vorgesehenen Zeitfenster zu Hause an. Dann ist es schon spät abends. Koffer auspacken. Bettchen. Am nächsten Tag kann man dann gleich wieder voll durchstarten.

Flora und Fauna
Flora und Fauna

Kurz vor’m Abendessen habe ich dann festgestellt, dass unser Flieger wohl 16 Stunden Verspätung hat. Eine Info haben wir nicht bekommen. Gut, dass man Kontaktdaten hat, an die man sich wenden kann. Die nette Dame hat uns das dann auch bestätigt, wusste aber auch nicht genau wie es für uns weiter geht. Erst mal zum Flughafen und die Fluggesellschaft kümmert sich dann. Gut, wenn das so ist. Ich dachte aber ich frag mal an der Lobby, vielleicht wurde da ja eine Info hinterlegt. Und in der Tat. Wir waren wieder eingecheckt. Der Reiseveranstalter hat das alles schon in die Wege geleitet. Nachdem wir aber schon ausgecheckt waren, haben wir leider keine Info bekommen. Das fand ich nicht gut, denn: Es gibt eine App – in der Stand nichts (weder von der Verspätung noch sonst was). Man hätte anrufen können (Handy), eine SMS senden oder wenigstens eine E-Mail schreiben. Gar nichts ist da fast ein bisschen wenig. Auch andere Fluggäste haben davon nur zufällig erfahren. Naja. Im ersten Moment klingt es so als hätten wir einen Tag gratis bekommen, doch eigentlich ist es genau anders:

Nachdem wir unser neues Zimmer bezogen haben, waren wir dann Abendessen – genauso, als wären wir abgeholt worden. Viele macht man danach dann auch nicht mehr. Am nächsten Morgen mussten wir dann erst einmal in Erfahrung bringen, wann wir wieder abgeholt werden (Man kann es sich ja grob ausrechnen, anhand der Abholzeit vom Vortag). Danach frühstücken. Wieder auschecken. Wieder auf den Transport warten. Da war jetzt nicht viel mehr ‚Urlaub‘ dabei.

Flora und Fauna
Flora und Fauna

Der Abflug war dann am Nachmittag. Dieser war so geplant, dass wir als erstes Flugzeug in Frankfurt landen (wegen dem Nachtflugverbot). Der Plan ging auf. Um 05:15 Uhr landeten wir am Mittwochmorgen in Frankfurt. Etwas stark übermüdet. Man hatte sich ja gerade daran gewöhnt jetzt tief und fest zu schlafen. Auch wenn es ein wenig gedauert hat, bis wir abgeholt wurden: Das Vapiano in Fürth hatte noch nicht offen – so konnten wir auch unser Gutscheine nicht einlösen. Total kaputt kommt man dann am frühen Nachmittag zu Hause an. Da ist man dann froh, wenn man die Augen bis abends offen halten kann, damit man sich schnell wieder an die Zeitverschiebung gewöhnt.

Fazit

Santo Domingo

Das Fazit fällt hier leicht: Die Dominikanische Republik ist auf jeden Fall mal eine Reise wert. Und dabei haben wir jetzt nur recht wenig davon gesehen. Durch die verschiedenen Klimazonen gibt es eine sehr vielseitige Vegetation. An sich müsste man mal eine Rundreise machen und auch schauen, dass man zu den hohen Bergen kommt. Die Ausflüge, die man von Punta Cana aus machen kann, haben uns jetzt nicht unbedingt vom Hocker gehauen – also es war einfach nichts für uns dabei. Vielleicht ist das in anderen Teilen besser.
Irgendwie hätten wir uns etwas mehr erwartet. Gefühlt war in Mexiko alles eine Stufe besser. Ist natürlich doof wenn man das im direkten Vergleich hat :). Es ist jetzt auf jeden Fall nicht so, dass ich sagen würde, ich muss unbedingt auch wieder dieses Hotel nehmen. Das Hotel war okay.

Piratenschiff / Los Haitises

Und auch insgesamt bekommt der Urlaub ein ‚okay‘. Es ist schwierig, dass jeder nachfolgende Urlaub den vorhergehenden übertrifft. Doch insgesamt hat alles schon gepasst. Das Bedürfnis jetzt ganz schnell wieder zu kommen, weil wir irgendwas verpasst haben, haben wir allerdings nicht.
Nächstes Jahr geht’s wieder nach Osten – diesmal wirklich. Ist zu mindestens so geplant.

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