Konzert: Korpiklaani, Arkona, Heidevolk, Trollfest, Black Messiah, Evertale, The Privateer / 02.03.2018 / München, Backstage

Der Termin stand lange im Kalender. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich drauf gestoßen bin, doch alleine Korpiklaani, Evertale & The Privateer waren Grund genug hin zu fahren. Dass zudem noch vierweitere Bands spielen war sozusagen noch ein extra Bonus. Das einzige Problem dabei war: Wenn mal an einem Tag sieben Bands spielen, dann braucht man dafür ein wenig mehr Zeit, als wenn mal drei Bands spielen – eigentlich klar. Das es aber bereits um 16 Uhr los geht war trotzdem überraschend. Man muss ja schließlich auch arbeiten und noch nach München fahren. Wie so oft war die Abfahrt recht eng kalkuliert. Knapp fünf Minuten vor Konzertbeginn kamen wir im Backstage an. Also just in time. Und dann: Evertale fällt aus (Wir haben hier dieses Jahr eine Pechsträhne erwischt). Der Start verschiebt sich um 45 Minuten.

The Privateer

The Privateer
The Privateer

Nachdem das neue Album The Goldsteen Lay bei mir seit Wochen rauf und runter läuft, war ich natürlich sehr erfreut, dass The Privateer bei den Extended Shows mit an Board sind. Von daher wollte ich diese auch auf keinen Fall verpassen. Die Anreise wäre deutlich entspannter gewesen, wenn man vorher gewusst hätte, dass sich der Start der Show um 45 Minuten verzögert. Pünktlich um 16:45 legten The Privateer auf dem Slot von Evertale los. Mir hätte es gefallen, wenn man die Spielzeit der Band etwas verlängert hätte, nachdem ja etwas Zeit freigeworden war. So hatten die Piraten leider nur 30 Minuten Zeit um das Backstage zu entern. Die Zeit haben sie gut genutzt und unter anderem Gunpowder Magic und Where Fables Are Made Of aus dem neuen Album zu spielen. Gerne hätte ich noch Survival of the Quickest oder Blackbeard gehört, doch 30 Minuten können manchmal sehr schnell vergehen.

Webseite: http://thegoldsteenlay.noiseart.eu
Aktuelles Album: The Privateer – The Goldsteen Lay (Digi)

Evertale (ausgefallen)

Evertale
Evertale

Ich hab’s ja schon erwähnt. Wir trafen gerade rechtzeitig zum geplanten Start der Konzerte am Backstage ein. Doch eins fehlte: Die Musik. Kurz vor der Show hat jemand die traurige Nachricht geteilt: Evertale können leider nicht spielen. Das fand ich natürlich sehr schade. Glücklicherweise habe ich Evertale im Januar schon im Backstage gesehen (davon sind auch die beiden Bilder), so dass ich das besser verkraften konnte als den Ausfall von Gloryhammer & Civil War in Burglengenfeld. Zudem ich ja immer noch zwei weitere geplante Konzerte in 2018 habe, bei denen Evertale auch mit dabei sind.

Webseite: http://www.evertale.eu/de/
Aktuelles Album: Evertale – The Great Brotherwar

Black Messiah

Black Messiah
Black Messiah

Mit Black Messiah spiele dann um 17:30 Uhr die erste Band, die ich nicht wirklich kannte. Die haben auch schon zwei Mal am Summer Breeze gespielt, doch ich könnte mich nicht erinnern, dass ich mir die angesehen hätte. Die Pagan Metal Band hatte durchaus ein paar gute Melodien mit dabei. Der Gesang ging allerdings irgendwie total unter. Da hat man kaum etwas verstanden und das obwohl die Band teilweise deutsche Texte hat. Trotzdem sorgten auch Black Messiah für gute Stimmung an dem Abend.

Webseite: https://www.facebook.com/BlackMessiah666/
Aktuelles Album: Black Messiah – Walls of Vanaheim

Trollfest

Trollfest
Trollfest

Das war es mit den zusätzlichen Bands bei den ‚Extended Shows‘. Weiterhin sehr pünktlich im Zeitplan betrat die erste reguläre Band, Tollfest, die Bühne. *WTF*. Ja, Trollfest hat man auch schon mal gelesen (und auch die waren wohl 2015 am Summer Breeze). Trotzdem wussten wir nicht, was uns erwartet und waren dementsprechend überrascht, als Band mit Luftballon Hüten und ordentlich Klamauk die Bühne betraten. Was für eine Truppe. Die Texte bei den Songs kann man total vergessen. Man versteht sie kaum, außerdem sind diese in einer fiktiven Sprache der Trolle geschrieben. Naja. Hauptsache man hat Spaß – und das hatten sie alle: Sowohl die Band als auch die Konzertbesucher. Als Stimmungsmacher absolut geeignet. Extra zu einem Konzert von Trollfest würde ich aber nicht fahren.

Webseite: http://www.trollfest.com
Aktuelles Album: Trollfest – Helluva

Arkona

Arkona
Arkona

Die nächste Band, die auf der Bühne stand, war Arkona. Arkona haben wir schon häufiger live gesehen in den letzten Jahren (nur mal so auf die schnelle anhand Konzertberichten gefunden: Zweimal am Summer Breeze, einmal Christmas Bash, einmal Out & Loud und auf dem Ragnarök 2010). Von daher wussten wir hier, was auf uns zu kommt. Auch wenn Arkona einige mitreißende Songs haben, war es zeitweise etwas träge. Und bei einem Song bluteten uns fast die Ohren. Trotzdem schauen ich Arkona aber eigentlich recht gerne. Die Sängerin bringt meistens ein ganz gute Show rüber. Wenn man jetzt noch die Texte verstehen würde …

Webseite: https://www.arkona-russia.com
Aktuelles Album: Arkona – Khram

Heidevolk

Heidevolk
Heidevolk

Um 20:50 Uhr startete, wie geplant, die Vorletzte Band des Abends: Heidevolk. Die dritte mir unbekannte Band an diesem Abend. Auch von denen hatte ich schon öfter mal eine CD in der Hand und auch am Summer Breeze haben die schon mehrfach gespielt. Und wie mir mein Summer Breeze Rückblick 2015 verraten hat, habe ich mir da auch Heidevolk wohl mit angesehen. Gefühlt wurde bei den Bands zuvor mehr gefeiert. Trotzdem war die Stimmung nicht schlecht. Mir haben die recht gut gefallen. Sogar ein Song in im Gedächtnis geblieben (siehe Video unten). Die würde ich mir auf jeden Fall auch wieder ansehen.

Webseite: http://www.heidevolk.com
Aktuelles Album: Heidevolk – Vuur Van Verzet

Korpiklaani

Korpiklaani
Korpiklaani

Der Headliner des Abends waren dann Korpiklaani. Gut 85 Minuten spielten die Finnen. Die Menge war auch gefühlt die ganze Zeit mit feiern beschäftigt. Da ich auch erst vor wenigen Wochen meine Korpiklaani CD Sammlung vervollständigt habe, waren mir auch hier noch einige Songs im Gedächtnis geblieben. Neben The Privateer (und Evertale) war das auch die einzige Band, von denen ich CDs zu Hause habe. Vor 10 Jahren (!) habe ich Korpiklaani zuletzt auf einem Konzert gesehen (auch in München im Backstage – beim Paganfest). Dazwischen auch einige Male auf diversen Festivals. Korpiklaani hatten eine Abwechslungsreiche Setlist mit dabei. Unter anderem wurden Klassiker wie der Hunting Song gespielt. Aber auch Songs aus dem letzten Album Noita wie z.B. A Man With A Plan und Lempo durften natürlich nicht fehlen. Mit Tequila, Beer Beer und Vodka läuteten sie das Ende des Konzertabends ein.

Webseite: http://korpiklaani.com
Aktuelles Album: Korpiklaani – Noita

Fazit

Wäre gut zu Wissen gewesen, dass Evertale nicht spielen. Manchmal verstehe ich nicht, dass solche Informationen im digitalen Zeitalter nicht entsprechend kommuniziert werden. Ansonsten war das ein ordentlicher Konzert-Tag. Immerhin haben ja noch sechs sehr abwechslungsreiche Bands gespielt. Da wurde einem für das Geld einiges geboten und man nimmt den Weg nach München am Freitag Nachmittag im Berufsverkehr gerne in Kauf.

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