Geld anlegen: Meine Verteilung im März 2018

Nachdem mein Erfahrungsbericht zur Geldanlage 2017 auf reges Interesse gestoßen ist, schreibe ich natürlich gerne mehr zu dem Thema. In den letzten zwei Monaten haben gab es aber keine neuen überragenden Erkenntnisse. Die Kryptowährungen schwanken weiter. Durch den Hard Fork von LiteCoin dürfte ich jetzt auch in der Lage sein mir einige LiteCoin Cash zu sichern – was aber jetzt auch nicht den großen Gewinn bringt. Die anderen Projekte laufen im Moment wie gehabt weiter.

Die ideale Anlage

Einen nicht ganz unwesentlichen Punkt habe ich beim letzten Beitrag nicht erwähnt: Wie verteilen sich denn die Geldanlagen? Darauf will ich heute mal kurz eingehen. Die Ideale Geldanlage würde eine vernünftige Rendite bringen, bei geringem Risiko. Ja, würde. Denn so was gibt es meiner Meinung nach im Moment nicht. Die Frage ist auch: Was ist eine vernünftige Rendite? Dass sich die Geldanlage durch die Rendite jedes Jahr verdoppelt wäre Wünschenswert, doch davon kann man leider nicht ausgehen. Und Cryptowährungen sind für mich keine Geldanlage sondern ein Spekulationsobjekt. Von dem Risiko mal ganz abgesehen. Ich glaube wenn man als Privatperson eine Rendite von 4% – 6% erzielen kann, dann ist das schon ganz ordentlich. Leider steht oftmals die Rendite im direkten Verhältnis zum Risiko. (Was mich wieder in Erinnerungen an mein Tagesgeldkonto von 2008 mit 3,8% Zinsen schwelgen lässt).

Doch zurück zum Geld verdoppeln. Kennt ihr die 72er Regel? Das ist eine kleine Faustformel mit der man mal grob Abschätzen kann, wie lange es bei einem konstanten Zinssatz dauert, bis sich das eingesetzte Kapital verdoppelt hat. Das lässt sich damit auch mal schnell im Kopf überschlagen. Die Formel ist: t = 72 / p (t = Dauer; p = Zinssatz). Habe ich eine Anlage mit 4% Rendite würde es nach der Formel 18 Jahre dauern, bis sich das Geld verdoppelt.
Was aber auch heißt: Wenn ich z.B. für mein Kind bei der Geburt 10.000€ zurücklegen würde bei einer Rendite von 4%, wären zum 18. Geburtstag daraus 20.000€ geworden (Ohne Berücksichtigung von Wertverlust / Inflation).

Meine Verteilung im März 2018

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich bin ein sehr konservativer Anleger. Ich scheue das Risiko und habe daher auch noch immer das meiste Geld auf meinem Tagesgeldkonto geparkt. Da dort aber die Rendite die Inflation nicht ausgleichen kann, habe ich angefangen andere Anlageformen zu suchen. Immerhin habe ich noch einen alten, recht gut verzinsten, Bausparer, der das ein wenig kompensiert. Meine Verteilung sieht im Moment wie folgt aus:

Tortendiagramm

Die Torte hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich verändert. Im Moment sind etwas mehr als 51% sicher auf einem Tagesgeldkonto. Etwas mehr als 21% sind in einem Bausparer angelegt. Ein kleiner Teil von ca. 6% ist auf einem Festgeldkonto. Wenn man das aufaddiert ist man schon mal über 75% des Kapitals in ’sicheren‘ Anlageformen. Gut 11% machen die gesamten Crowdinvestments aus (Also Privatkredite, Firmen, Immobilien). Der Teil, der im Moment stetig an Boden gewinnt, ist mein Depot. Da ich hier über eine monatliche Sparrate einzahle. Im Moment liegt der Anteil des Depots bei ca 5,5%. Die restlichen Prozent die übrig bleiben, ist das Girokonto, der Bargeldbestand, die Cryptowährungen und Rundungsdifferenzen, damit ich hier nicht mir drei Stellen nach dem Komma rechnen muss.

Was für mich immer noch ein entscheidender Punkt ist: Wie lange ist das Kapital gebunden? Komme ich an das Geld ran, wenn ich es brauche? Man weiß ja immer nicht, was die Zukunft so bringt. Daher sind auch meine Crowdinvestments – wenn man von den Firmbeteiligungen absieht – auch immer nur recht kurz gebunden (24 – 30 Monate). Durch die unterschiedlichen Startzeitpunkte und Laufzeiten verteilt sich das auch immer recht schön. Neu freigewordenes Kapital lässt sich dann oftmals gleich wieder schon reinvestieren.

1 thought on “Geld anlegen: Meine Verteilung im März 2018

  1. 110%CLUB

    Hallo Markus,
    schöner Artikel. Ob etwas als spekulativ oder konservativ angesehen wird ist nur eine Sichtweise mit den unterschiedlichsten Perspektiven. Häufig verbinden wir Risiko mit etwas, weil wir die Auswirkungen nicht bewerten können bzw. die Konsequenzen nicht einschätzen können. Aber das würde als Kommentar den Rahmen sprengen.
    Hier ein Link zu einem Artikel über Risiko und eine sehr gute Möglichkeit die eigene Risikoneigung besser zu verstehen.
    https://www.110prozent.club/finametrica-und-die-asset-allocation/
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    Liebe Grüße Henning

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