Summer Breeze 2022

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Anfahrt

Endlich ist es so weit. Das Summer Breeze 2022 steht vor der Tür. Wie haben wir das in den letzten Jahren zuvor immer gemacht? Stimmt. Genau. Treffen um 8 Uhr am McDonalds. Abfahrt ca. 15 Minuten später. Weiter zum Burger King nach Herrieden und von dort aus über die Landstraße zum Summer Breeze. Das hatte sich bisher bewährt und daher haben wir das auch 2022 wieder so gemacht. Wie geplant sind wir gegen 09:45 Uhr in Herrieden angekommen. Dort haben wir unseren letzten Mitfahrer eingesammelt und weiter ging es zum Summer Breeze. Fast ohne Stau waren wir um 10:30 Uhr bei den Kontrollen und gegen 11 Uhr standen wir in der Schlange beim Green Camping.

Willkommen
Schlange am Green Camp

Green Camping 2022

Schon bei der Anfahrt waren wir überrascht. Sapperlot sieht das Green Camp schon voll aus. Da sieht man von der Straße aus schon kaum mehr leere Flächen. Wir haben aber dennoch einen guten Platz in der mittleren Reihe zwischen Tower A & B bekommen. Der Platz war gar nicht so schlecht allerdings auch hart erkämpft, denn bei den Ordner sind wir mal wieder auf taube Ohren gestoßen. Ich sehe uns irgendwann mal jeder mit einem eigenen Auto fahren, damit man genug Platz bekommt. Wir haben halt wieder viele Fahrgemeinschaften gebildet und waren halt deutlich mehr Haushalte als Autos. Naja. Im Großen und Ganzen konnten wir uns wieder gut arrangieren. Ob wir das jemals wieder erleben werden, dass wir nicht wegen jeden Zentimeter diskutieren müssen? Gegen 12 Uhr waren die meisten Sachen so weit grob aufgebaut. Das Summer Breeze 2022 kann jetzt starten

Feuerschwanz
Feuerschwanz

Summer Breeze 2022

Drei Jahre mussten wir bis zum nächsten Summer Breeze warten. Unglaublich lange wenn man sich das überlegt. Das sind über 1000 Tage. Da hatten wir Nachholbedarf. Doch wir waren nicht die einzigen mit Nachholbedarf. Denn über Wochen hinweg hat es scheinbar kein Regentröpfchen mehr gegeben. Da hatte auch der Regen etwas zum Nachholen. Leider. Am Freitag wollte der Regen gar nicht mehr aufhören. Das war etwas Schade, denn auf Dauerregen war der trockene Boden nicht ausgelegt und es wurde zu einer regelrechten Schlammschlacht. Und natürlich musste es auch am Samstag am Nachmittag nochmal regnen, als wir bei den Bands standen. Man fragt sich dann natürlich schon: Mussten es genau die beiden Tage sein? Hätte man da nicht noch 2-3 Tage warten können?

Feuerschwanz
Feuerschwanz

Sonst hatte ich aber kein Grund zum klagen. Die Anreise verlief problemlos. Wir hatten alle die richtigen Tickets. Der Platz war an sich nicht schlecht. Ich habe einige Bands gesehen. Der Rest bestand aus grillen, Radler trinken und eine gute Zeit mit Freunden verbringen.

Bands 2022

Da wir erst am Mittwoch angereist sind, haben ich natürlich von den paar Bands am Dienstag keine gesehen. Aber es kamen ja noch vier weitere Tage, die voll gepackt waren und die persönliche Running Order war lang – wie immer. Am Ende waren es ’nur‘ 19 Bands, die ich gesehen habe.

Schlage am Merch (am Mittwoch um 22:20 Uhr)
Die Wera Stage

Mittwoch

Die erste Band, bei der ich am Gelände war, war Feuerschwanz. Ein guter Start für mich, da ich das neue Album ganz gut finde. Nicht nur wegen den Cover Versionen. Die Stimmung war super und die Band zeige sich sehr spielfreudig. Da war es sogar verschmerzbar, dass bei Dragostea Din Tei die Sonnenbrille des Prinzen das Zeitliche segnete. Das Melissa Bonny bei Warriors of the world nicht mit dabei war, habe ich schon befürchtet. Wobei sich das ja fast gelohnt hätte mit zu kommen, denn dann hätte sie auch bei Warkings mit auf der Bühne stehen können.

Our Promise
Our Promise

Nach einer kurzen Pause, die ich genutzt habe um im EMP Bereich einzuchecken, war ich bei meinem ersten Konzert bei der Wera Stage: Our Promise. Auf die habe ich mich sehr gefreut, nachdem ich bei Youtube ja zufällig über einen Song der Band gestolpert bin. Der Sound an der Wera Stage war aber eher mäßig. Nichtsdestotrotz war eine gute die Stimmung. Bevor wir zum Breeze aufgebrochen sind, habe ich noch zufällig entdeckt, dass sich die Band kurz vorher von ihrem Sänger getrennt hatte. Dieser wurde am Festival durch zwei neue Sänger ersetzt. Während des Konzerts hüpfte einer der Sänger runter zu den den Fans. Dort traf er zufällig auf den Bruder des ehemaligen Sängers, der daraufhin ein paar kurze Worte in Mikro rufen durfte.

Feuerschwanz
Paradise Lost

Direkt nach dem Konzert starteten Paradise Lost auf der T-Stage. Auch wenn ich einige Alben von Paradise Lost haben, habe ich von der Band nur einen Song im Kopf: Erased. Nachdem ich aber schon vor der Stage stand, dachte ich mir ich nehme die halt noch mit. Bin dann aber ziemlich genau nach der dreiviertelten Show wieder zurück zum Camp.

Donnerstag

Der Donnerstag startete früh an der T-Stage bei Warkings. Meine Hoffnung, dass Melissa Bonny mit dabei sein könnte, wurde ja bereits am Vortag mehr oder weniger zerstört. Trotzdem haben sich die Warkings für die weibliche Stimme Verstärkung auf der Bühne geholt: Morgana le Fay war bei dem Auftritt mit dabei, die auch den Gesang auf der aktuellen Platte übernommen hat, die im November erscheint.

Warkings
Warkings

Die Pause bis zum Auftritt von Mr. Hurley & die Pulveraffen nutzen wir zum grillen, damit wir gut gestärkt die weiteren Konzerte genießen konnten. Endlich haben es Mr Hurley auf die Main Stage geschafft. Das war auch gut so, denn vor der Bühne war es rappelvoll. War ein super Konzert, auch wenn es dazwischen mal ein kleines Problem mit dem Ton gab.

Bereits jetzt vermisste ich die Drehbühne aus den Vorjahren schmerzlich. Denn jetzt hatte man wieder das Problem, dass man die langen Umbaupausen überbrücken musste, wenn man mehrere Bands nacheinander auf der Main Stage sehen wollte. Gut, die 25 Minuten konnten wir jetzt verkraften bis Beast in Black starteten. Wenn man bedenkt, dass wir die vor vier Jahren noch bei uns in der Uni Mesa gesehen haben als Vorband von Rhapsody, haben die ganz schon schnell an Bekanntheit gewonnen. Aber klar: der Sänger ist ja auch kein Unbekannter. Auch die Show hat uns gut gefallen, auch wenn leider Crazy. Mad. Insane nicht gespielt wurde.

Beast in Black
Beast in Black

Mit Finntroll ist’s wie mit Paradise Lost. Da ich nur einen Song kenne und Electric Callboy im Anschluss nicht sehen wollte, ging es wieder zurück ins Camp, denn für den späten Abend standen noch drei Bands auf der Liste. Den Anfang machten Arch Enemy. Die waren der Hammer. Natürlich war es brechend voll bei Arch Enemy. Wie das halt bei den Headlinern noch ist.

Für mich besonders bitter: Ich musste kurz vor Ende schon weiter T-Stage, denn der Auftritt hat sich leider mit dem von Ensiferum überschnitten. Hallo? Wie kann man das bitte machen? Für mich war das der größte Planungs-Fail dieses Jahr. Gerne hätte ich beide Bands komplett gesehen. Da der Gig von Ensiferum am Metalfest leider kurzfristig abgesagt wurde und ich zum Konzert nach München nicht gefahren bin, war das jetzt meine letzte Chance auf Ensiferum in diesem Jahr. Fünf Jahre Pause lagen zwischen meinem letzten Ensiferum Konzert und diesem. Doch das warten hat sich gelohnt. Da habe sogar ich angefangen mal meine Haare zu schütteln. Die Setlist bestand nur aus 10 Songs und natürlich vermisst man dann den einen oder anderen Klassiker. Doch da war für jeden was dabei und vom neuen Album Thalassic wurden auch vier Songs gespielt.

Arch Enemy
Arch Enemy

Am Mittwoch wären um ein Uhr noch die Apokalyptischen Reiter auf dem Plan gestanden. Da war ich nicht motiviert nochmal zum Gelände runter zu laufen. Die Motivation bei Serenity war da schon ein wenig höher, doch unten angekommen, setzte dann doch die Müdigkeit etwas zu. Aber wenn man schon den Weg auf sich genommen hat, bleibt man natürlich auch bis zum Ende. Der Sound war bei Serenity etwas besser als bei meiner Band am Mittwoch. Das Auftritt war solide. Von daher hat das alles schon gepasst. Das der Song Lionheart das Konzert abschließen würde, habe ich mir fast gedacht. Wir hatten Serenity erst wenige Monate zuvor in München gesehen.

Ensiferum
Serenity

Dazu noch drei Fakten am Rande zu Serenity:

  1. Das war der erste Auftritt von Serenity am Summer Breeze. Ich komme auf das Thema Power Metal Bands und erster Auftritt am Summer Breeze später nochmal zurück. Ich war trotzdem auch erstaunt, denn Serenity gibt’s gewissermaßen ja auch schon seit 20 Jahren.
  2. Nicht für alle Mitglieder der Band war es der erste Auftritt am Summer Breeze: Der aktuelle Gitarrist war schon mal mit Visions of Atlantis da.
  3. Der Sänger Georg Neuhauser ist ja auch Sänger von Warkings. Während er bei Warkings nur in Englisch mit dem Publikum agiert hat, hat er bei Serenity seine Wurzeln nicht verleugnet. Wenn man’s nicht wusste, hätte man es an den Sprüchen merken können.

Freitag

Egal wie sehr ich drüber nachdenke, mir fällt kein Tag ein, wo es zuletzt gefühlt zehn Stunden durchgeregnet hat. Notiz an mich, falls ich auf die Info nochmal zurückgreifen muss: 19.08.2022. Bitter. Einfach nur bitter. Das Gelände hat den Dauerregen nicht gut vertragen. Aber ich wollte mir nicht den ganzen Tag vom Wetter verhageln lassen. Auf zwei Bands habe ich allerdings verzichtet: Alestorm (die sehen wir in zwei Wochen am Festival Mediaval) und Within Tempations (da hatten wir ja schon ein Regenkonzert vor wenigen Wochen am Metalfest).

Mr. Hurley & die Pulveraffen
Orden Ogan

Schon bei meiner ersten Band, Orden Ogan, stand ich schön im Regen. Trotzdem war die Stimmung gut. Die hartgesottenen Metal Fans lassen sich doch von ein paar Regentropfen nicht unter kriegen. Ich hätte mich noch gefreut, wenn sie Fields of Sorrow noch gespielt hätten, doch leider kam der nur als Outro vom Band, als die Band die Bühne verlassen hat. Sonst aber wieder ein solides Orden Ogan Konzert.

Nun war der nächste Moment gekommen, wo ich die Drehbühne vermisst habe. Denn ich wollte auch die nächste Band sehen: Emil Bulls. Da es immer noch regnete, habe ich mir Zwischenzeitlich einen Platz zum Unterstellen gesucht. Dazu aber in wenigen Sätzen mehr. Kurz vor Beginn der Show war ich am vereinbarten Treffpunkt für die Show. Wir haben uns vor der Mainstage so einen groben Punkt ausgesucht, wo wir uns immer treffen, wenn Leute zu Bands nachkommen. Das klappt an sich recht gut, nur bei den Headlinern kommt man da schlecht hin. Ich schweife ab. Emil Bulls. Das Wetter war weiterhin eine Katastrophe. Ich war schon komplett durchnässt, bevor das Konzert überhaupt angefangen hat. Das war ein Abriss sag ich euch. Mir hat das Konzert sehr gut gefallen. Waren auch viele meiner Lieblingssongs mit dabei.

Lord of the Lost in der EMP Area
Emil Bulls

Regen. Regen. Regen. Bis kurz vor dem Auftritt von Lord of the Lost. Na dann. Wenn’s schon noch eine Band von meiner Running Order gibt, die man im trockenen anschauen kann. Auf geht’s.

Zu Lord of the Lost gibt’s auch noch eine nette Geschichte am Rande: Ich hatte ja erwähnt, dass ich mir während der Umbaupause von Orden Ogan zu Emil Bulls einen Platz zum unterstellen gesucht habe. Was bietet sich da besser an, als die EMP Backstage Area? Also stehe ich da so im rammelvollen Zelt am Rand, bis mir auffällt: Da vorne am Tisch sitzen Lord of the Lost und schreiben Autogrammkarten. Und da stehen nur zwei Leute an. Da kann man ja mal vor, vielleicht kann man ein Bildchen machen. Das hat zwar nur mäßig geklappt, denn die Aufmerksamkeit von fünf Musiker gleichzeitig auf sich zu ziehen ist gar nicht so einfach wenn ständig Leute versuchen diese in ein Gespräch zu verwickeln. Aber ich habe auch so eine signierte Autogrammkarte abgestaubt, die den Regen bei Emil Bulls sogar einigermaßen überstanden hatte.

Lord of the Lost
Lord of the Lost

Doch zurück zum Konzert von Lord of the Lost. Das war auf voller Linie eine Überraschung. Zum einen war ich überrascht, dass sie nicht die Single Priest als Opener für die Show verwendet haben. Der hätte sich dafür auch wunderbar angeboten. Das sie am Summer Breeze um die Uhrzeit dann nicht ihre Ensemble Versionen spielen werden war auch klar. Aber so düster und brachial habe ich Lord of the Lost noch nie gesehen. Ich war richtig baff. Was für ein Hammer Konzert. La Bomba hat da am Ende zwar irgendwie dann nicht mehr so gepasst, finde ich ,aber trotzdem ein guter Abschluss. Vom Band gab’s dann noch L.O.T.L. während sich Band von den Fans verabschiedete.

Samstag

Am Samstag ging es dann früh gleich weiter. Brothers of Metal war meine erste Band. Auf die habe ich mich schon gefreut, da ich die zuvor noch nicht live gesehen habe. Die haben mir auch echt gut gefallen. Es waren auch schon zahlreiche Fans zu dieser ‚frühen‘ Stunde vor der T-Stage und haben fleißig mit gefeiert.

Lord of the Lost
Lord of the Lost

Die Freude darüber, dass es am Samstag bisher trocken geblieben ist, hielt nicht lange. Direkt von Brothers of Metal gibt’s weiter zur Mainstage wo Brainstorm gleich spielen sollte. Doch schon auf großer Entfernung konnte man erkennen: Da passt was nicht, denn da spielt aktuell noch eine Band. Scheinbar hat’s auf der Main Stage eine Verzögerung gegeben. Also haben ich noch eine Sprung beim Napalm Records rein geschaut, um mir die Lord of the Lost EP mitzunehmen. Noch auf dem Weg zur Mainstage hoch gab’s dann einen Wolkenbruch. Danke! Jetzt wo man schon wieder nass war, konnte man sich Brainstorm auch anschauen. Über die Show gibt’s nicht viel zu sagen. Eine Brainstorm Show wie man sie von Andy B. Franck gewohnt ist.

Eigentlich wäre dann noch Fiddler’s Green auf der Liste gestanden, doch auch die haben wir erst am Feuertanz Festival gesehen, von daher war’s dann eine gute Gelegenheit zum Camp zurück zu kehren und sich für das Abendprogramm zu stärken.

Brothers of Metal
Brainstorm

Seit Jahren grübeln wir, warum Blind Guardian noch nie am Summer Breeze waren. Waren Sie zu teuer? Wollen die nicht? Als außenstehender kann man da nur raten. Aber wir hatten uns schon damit abgefunden, dass sie nie am Breeze spielen werden. Umso mehr haben wir uns gefreut, als Blind Guardian dann doch bestätigt wurden. Wow! Was für eine Freude! Und wow! Was für eine Enttäuschung das Konzert!

Der Sound war okay aber auch nicht überragend. Bei den Songs ist der Funke irgendwie nicht übergesprungen. Das war ich bei den bisherigen Hallen Konzerten anders gewohnt. Der Sänger, Hansi Kürsch, hatte dann immer wieder die Gelegenheit ergriffen ein paar Worte an die Fans zu richten. Das war aber irgendwie zu leise, so dass man das kaum verstanden hatte. Was man allerdings verstanden hatte: Sie haben bisher nicht am Breeze gespielt, weil ihnen gesagt wurde, das Breeze ist kein Blind Guardian Publikum? Seriously? Sorry. Das kaufe ich ihm nicht ab. Ich glaube am Breeze hat mittlerweile so gut wie jeden einigermaßen bekannte und unbekannte Power Metal Band gespielt, die es gibt. Die Bude ist bei den großen immer rappelvoll.
Er hat aber auch gesagt: Wir sind Blind Guardian und wir waren einmal recht bekannt. Vielleicht war’s doch einfach ein finanzieller Aspekt, dass sich das Breeze die Band einfach nicht leisten konnte oder wollte. Naja. Ist nicht meine Baustelle. Ich hoffe nur, dass sie bei der Tour im September mehr überzeugen können, denn dafür haben wir auch schon seit vielen Monaten den Tickets zu Hause.

Blind Guardian
Ignite

Für mich ging’s direkt weiter zu Ignite, die schon den ersten Song auf der T-Stage spielten als ich dort eintraf. Die Hardcore Band aus Orange County heizte den Fans ordentlich ein. Mit kurzen Statements zwischen den Songs bezog die Band klar Stellung und teilten Ihre Überzeugungen mit. Nicht nur mit dem U2 Cover Sunday Bloody Sunday konnte die Band überzeugen! Stark war auch vom Gitarristen als er die Menge fragte ob sie wissen wie ein Circle Pit funktioniert. Muss ich runter kommen und es euch zeigen? Schwupp. Schon stand der Gitarrist im Schlamm zwischen den Fans, die außen herum einen Circle Pit veranstalteten. Der Sänger wollte sich das nicht nehmen lassen und stürzte sich beim letzten Songs auch in die Menge.

Während Ignite auf der T-Stage einheizten, waren bereits Heaven Shall Burn auf der Main Stage auf der Bühne und zündeten dort ebenfalls ein Feuerwerk. Nachdem ich also schon in der Gegend war, habe ich nicht nur beim Atomic Fire Records die gratis CD mitgenommen, sondern auch noch bei drei Songs von Heaven Shall Burn rein gehört, bevor ich wieder hoch zum Camp bin.

J.B.O.
Igorrr

Vier Festivaltage und an vier Festivaltagen würde eine Band um oder nach ein Uhr spielen, die ich sehen wollte. Das hatte ich auch noch nie. Während ich am Mittwoch darauf verzichtet habe, war ich Donnerstag, Freitag & Samstag zu später Stunde noch am Gelände. Ja, J.B.O. haben eine gute Tat vollbracht und ihren Nachmittags-Slot mit Dark Funeral getauscht, da diese Probleme mit ihrem Flug hatten. Jetzt haben wir J.B.O. ja doch schon auch ein paar mal gesehen, trotzdem wollten wir uns das aber am letzten Tag nicht entgehen lassen. War wieder eine typischen J.B.O. Show. Bolle war leider nicht mehr auf der Setlist, doch trotzdem haben sie ein wenig überzogen, weil auch J.B.O. noch einen weiteren Songs zum besten geben wollten: Rockin‘ in the free world von Neil Young

Und eigentlich sollte J.B.O. für uns den Abschluss des Summer Breeze 2022 sein. Doch auf dem Weg zu Camp zurück hat uns die Band auf der T-Stage in ihren Bann gezogen: Igorrr. Ach, da gucken wir mal kurz hin. Kurz. Hahaha. Schon war die Stunde rum und das Festival zu Ende. Ich weiß gar nicht was uns bei Igorrr so gefesselt hat. Bei mir hat’s schon angefangen, dass das Schlagzeug prominent nach Vorne gebaut wurde. Die LED Lichter. Die klassischen musikalischen Elemente. Die elektronischen Sounds. Und das ganze in Kombination. Ich weiß nicht ob das auf CD auch so wirkt wie um zwei Uhr morgens auf der T-Stage, doch die würde ich mir auch wieder anschauen, wenn die nochmal kommen.

Band Fazit

Wenn ich die Bands knapp zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Überraschung war auf jeden Fall Igorr. Enttäuscht war ich klar vom Blind Guardian Auftritt. Eine Rangliste der Konzerte. Ich würde sagen Platz eins geht an Ensiferum dicht gefolgt von Arch Enemy. Danach würde ich schon Lord of the Lost und die Emil Bulls einordnen.

Was ist positiv / negativ aufgefallen

Ich muss ehrlich sagen: wirklich beschweren können wir uns nicht, wenn man die Umstände bedenkt. Zwei Jahre Corona. Personalmangel an allen Ecken und Enden. Gestiegene Kosten …

Nicht gut gelaufen ist das mit Shit-Shower Flatrate. Vor’m Green Camp ist das Wasser nicht abgelaufen und hat schon mal für eine kleine Überschwemmung gesorgt, bevor der Regen dann den Rest erledigt hat. Viel Verwunderung gab es vor allem, dass das Bändchen für die Dusche aus Papier war.

Duschen am Green-Camp am Donnerstag
Das Gelände am Freitag

Unser größter Kritikpunkt bleibt aus den Vorjahren erhalten: Wir könnten sie viel Infos darlegen wie wir wollten. Bei der Platzvergabe sind wir bei den Ordnern wieder auf taube Ohren gestoßen. Was zum wiederholten Male dazu führte, dass unsere Nachbarn beim Aufbau ein wenig das nachsehen hatten. Irgendwie konnte man sich dann schon arrangieren, doch wäre halt mal nett, wenn auf die Diskussionen verzichten könnte.

Ansonsten hätte wir uns vielleicht ein paar mehr Dixis gewünscht, gerade weil es am Anfang noch ein wenig Probleme gab, wobei das Summer Breeze da ja fix reagiert hatte. Unser Camp lag zwischen Tower A und B – von daher hatten wir mehr Auswahl ohne das wir erheblich weiter laufen mussten.

Die Kontrollen am Green-Camp waren dieses Jahr auch etwas schwach. Da kann man sich die Kontrollen auch sparen, wenn man gar nicht hinschaut oder den Eindruck erweckt, als würde einen das gar nicht interessieren. (Gerade am unteren Eingang wo auch die Autos rein / raus sind). Beim Eingang bei den Duschen waren die Kontrollen besser. Wenn ich wetten müsste würde ich sagen ich würde öfter nicht kontrolliert als ich kontrolliert wurde.

Was mir dieses Jahr aber sehr positiv aufgefallen ist: Ich habe ja doch ein paar Bands angeschaut und ich glaube ich musste nicht einmal länger als eine Minute am Einlass bei den Kontrollen warten. Das ging super fix und die Securities an den Kontrollen waren alle super freundlich!

Und sonst so?

Die Händler habe ich mehr oder weniger komplett weg ignoriert. Ebenso das Axtwerfen oder was da sonst noch so geboten war. Ficken Stage? Ja, habe ich gesehen als ich mein Bier abgeholt habe. Was ich vermisst habe war der Metal Hammer. Vielleicht hat der sich auch nur versteckt. Mit dem Rubydon habe ich ja schon gar nicht mehr gerechnet. Beim Nuclear Blast gab’s keine CD Wühlkiste mehr – von daher war ich da auch nur einmal kurz drinnen. Am dunklen Parabelritter bin ich wieder vorbeigelaufen – der hatte auch wieder seinen Stand am Start. Immerhin habe ich beim Napalm eine CD mitgenommen und den Sampler von Atomic Fire Records abgestaubt. Ach ja, Rock Antenne hatte auch einen Stand. Kein Plan, was man da hätte machen können.

Gelände bei der Abreise
Gelände bei der Abreise

In der EMP Area war ich auch nur zwei Mal. Das habe ich dieses Jahr gar nicht ausgenutzt. Wobei: Ich war ja kurz bei Lord of the Lost. Also hat es sich doch schon wieder gelohnt. Ansonsten gab es auch noch eine Vielzahl an Interviews und Autogrammstunden. Einige in der EMP Area und viele natürlich wieder beim Metal.de Stand. Eine Autogrammstunde war an einem CD Stand: Mit Arch Enemy. Da sind die Leute eine Stunde davor schon an dem Stand gesessen. Hmm. Wenn ich ein Bild mit einer attraktiven Frau haben möchte, die lange blaue Haare und eine furchteinflößender Stimme hat, dann kann ich … naja. Ihr könnt es euch denken 🙂

Fazit

Egal wie das Summer Breeze 2022 auch immer ausgefallen wäre – wir sind auf jeden Fall ja 2023 noch mit dabei, da wir ja über den Club 666 unser Ticket für drei Jahre im Voraus gekauft haben. Auch wenn man natürlich die Kohle auf einmal auf den Tisch legen musste und dann zwei Jahre nix davon hatte, hat sich der Club schon alleine wegen der Preisbindung gelohnt. Die erste Preisstufe für 2022 ist schon ausverkauft und da war der Ticketpreis bei über 166€. Unser Ticket müsste 99€ gekostet haben für 2023. Da haben wir uns mit 2022 & 2023 sicherlich schon den halben Ticketpreis für 2024 gespart. Wobei wir ja schon am planen sind nächstes Jahr den Club gleich wieder zu verlängern, wenn das Programm fortgesetzt wird.

Bands 2023
Auf wiedersehen

Ich wollte ja eigentlich ein Fazit ziehen und nicht so weit in die Zukunft planen. War ein cooles Summer Breeze. Ja, man hat an der einen oder anderen Stelle gemerkt, dass es ein wenig an Personal fehlt oder die Leute aus der Übung sind. Aber an sich hatte ich nichts zu meckern und ich freue mich schon auf die Bands 2023.

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