Heidenfest, 24.01.2026, Obertraubling

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Da sieht man mal wieder, was Gewohnheit aus einem macht. Da wird das Foto der Heidenfest Tour in meine Timeline gespült und ich suche gleich nach dem Termin in München. Passt. In den Kalender eingetragen. Doch Moment. Steht da Obertraubling? Eine Woche vorher? Tatsächlich. Und dann auch noch ein Samstag. Da habe ich nicht lange gezögert und bei den Tickets fix zugeschlagen.

Heidevolk
Heidevolk

Fünf Bands waren für diesen Abend angekündigt und damit diese auch ausreichend Spielzeit bekommen, sollte die erste Band bereits um 17:30 Uhr starten. Sprich da geht’s mal wieder einigermaßen frühzeitig ins Airport und man sollte vorher vielleicht schon eine Kleinigkeit essen. Und bevor ich jetzt mit den Bands los lege, ein Fun Fact vorab: Genau vor einem Jahr haben wir Heidevolk in Geiselwind beim Paganfest gesehen.

The Dread Crew Of Oddwood

Die einzige Band des Abends, die ich vorher noch nicht kannte: The Dread Crew Of Oddwood. Eine Piraten Band aus Kalifornien. Im Vorfeld habe ich nur ein geteiltes Video von They’re Taking the Hobbits to Isengard gesehen und musste mich sozusagen von der Band überraschen lassen. Und ja, überrascht haben sie: Die waren ganz witzig. Wieder so eine Band die sich selbst nicht zu ernst nimmt und einfach nur gute Laune mit ihrer Musik verbreiten wollen. So würde ich das zusammenfassen. Ich wollte gerade schreiben, dass ich mir die z.B. hervorragend als Vorband von Alestorm vorstellen könnte. Mit denen waren sie bereits 2015 auf Tour beim Piratefest. Wo ich sie mir aber auch sehr gut vorstellen könnte: In der Piratenbucht am Festival Mediaval. Müsste man mal vorschlagen. Würde ich mir auf jeden Fall wieder anschauen.

The Dread Crew Of Oddwood
The Dread Crew Of Oddwood
The Dread Crew Of Oddwood
The Dread Crew Of Oddwood

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das die Setlist war (Vorlage war das Heidenfest in Warschau) – unter Vorbehalt. Aber Side Quest als 2. Song. Die Giant fucking demon crab und Trollhack waren auf jeden Fall mit dabei

  • Dead Man’s Medley
  • Side Quest
  • Leather Ship
  • Giant Fucking Demon Crab
  • Give Me Your Beer
  • Trollwhack
  • The Dread Crew of Oddwood
  • Lawful Evil

Spielzeit: 31 Minuten (17:29 Uhr – 18:00 Uhr)
Webseite: https://thedreadcrewofoddwood.com/
Letztes Album: The Dread Crew Of Oddwood – Rust & Glory

The Dread Crew Of Oddwood – Leather Ship

Trollfest

Auf Trollfest habe ich mich schon besonders gefreut. Ich habe mir ja sogar vor kurzem das Album Flamingo Overlord bei meiner letzten Napalm Records Bestellung mit bestellt. Pina Colada oder Dance Like a Pink Flamingo sorgen einfach immer für eine Bombenstimmung – und so war es auch an diesem Abend im Airport. Nach wenigen Sekunden war die Party in vollem Gange. Spätestens bei Kaptein Kaos waren mit dem Aufruf ‚Switcheroo‘ die meisten Gäste mit eingebunden.

Trollfest
Trollfest
Trollfest
Trollfest

Bei Pina Colada gab es dann wieder eine lange Polonaise durch das Airport Mission erfüllt. Witzig war dann auch, als bei einem Song am Ende die Mitglieder von The Dread Crew Of Oddwood und auch der Sänger von Korpiklaani mit auf die Bühne kamen. Da wurde es dann schon etwas voll, obwohl die Bühne eigentlich ausreichend Platz bietet. (Müsste glaube ich der letzte Song gewesen sein). Ich glaube Trollfest hatten bei ihrem ersten Besuch in Regensburg auch Spaß!

Trollfest
Trollfest
Trollfest
Trollfest

Von Trollfest konnte ich eine zerknüllte Running Order fangen, daher kann ich euch diese hier auch präsentieren:

  • Dance Like a Pink Flamingo
  • Flamongous
  • Happy Heroes
  • Twenty Miles An Hour
  • Kaptein Kaos
  • Trinkentroll
  • Pina Colada
  • Renkespill
  • All Drinks On Me
  • Kjettaren Mot Strømmen

Spielzeit: 48 Minuten (18:14 Uhr – 19:02 Uhr)
Webseite: https://www.trollfest.com/
Letztes Album: Trollfest – Flamingo Overlord (Amazon Partner Link)

Trollfest – Dance Like a Pink Flamingo

Heidevolk

Ich habe es ja eingangs bereits erwähnt, dass ich Heidevolk genau vor einem Jahr bereits gesehen habe. Ein witziger Zufall. Ich muss auch sagen, dass Heidevolk an diesem Abend wieder mein Highlight waren. Da stand halt wieder mehr die Musik selbst im Fokus. Und ihr wisst ja, dass ich auf mehrstimmigen Gesang stehe. Die haben einfach auf ganzer Linie überzeugt. Und auch bei den Songs wurden natürlich meine drei Favoriten nicht ausgelassen. Wolf in my heart, Drinking With The Gods & Vulgaris magistralis.

Heidevolk
Heidevolk
Heidevolk
Heidevolk

Am Ende des Konzerttages hat sich Simone noch einen Patch für ihre Weste eingepackt und ich hatte sogar die Gelegenheit mit der Band noch ein Bild zu machen. Starker Abschluss für den Tag!

Heidevolk
Heidevolk
Heidevolk
Heidevolk

Die Setlist konnte ich abfotografieren, von daher sollten das die Songs des Abends gewesen sein:

  • Ontwaakt
  • Ostara
  • Walhalla wacht
  • Yngwaz‘ zonen
  • A Wolf in My Heart
  • Oeros
  • Drinking with the Gods (Valhalla)
  • Saksenland
  • Vulgaris magistralis

Spielzeit: 44 Minuten (19:17 Uhr – 20:01 Uhr)
Webseite: https://www.heidevolk.com/
Letztes Album: Heidevolk – Wederkeer (Amazon Partner Link)

Heidevolk – Drinking With The Gods

Finntroll

Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass Finntroll ohne ihren Sänger Vreth an der Heidenfest Tour teilnehmen werden. Doch damit das kein Instrumental-Set wird, wurde Mathias Dahlsveen („Kistelach“) rekrutiert. Hätte ich die Info im Vorfeld nicht gelesen – mir wäre es nicht aufgefallen. Was schon alleine daran liegt, dass ich nicht jeden Musiker von jeder Band kenne und da oftmals auch so häufig Wechsel stattfinden.

Finntroll
Finntroll
Finntroll
Finntroll

Finntroll ist bei mir so eine Klassische Summer Breeze Band. Nicht nur das wir sie uns am Summer Breeze mit Trollhammaren im Gedächtnis geblieben sind, sondern auch, weil ich die Band fast ausschließlich am Summer Breeze gesehen habe. Einmal am Out an Loud und jetzt in Regensburg zum ersten Mal außerhalb eines Festival-Auftrittes. Ich muss auch sagen, dass ich mit der Band an diesem Abend bei den ersten 2/3 der Show nicht wirklich warm geworden bin. Erst ab Trollhammaren wurde es besser. Was aber durchaus auch an dem Sound an dem Abend liegen könnte. Da gehe ich im Fazit nochmal drauf ein.

Finntroll
Finntroll
Finntroll
Finntroll

Bei der Setlist wird’s dann schnell dünn, wenn man die Band und die Songs nicht wirklich kennt und die dann auch so komplizierte Namen haben. Wenn ich mich an den anderen Setlisten orientiere müsste das an sich ganz gut passen:

  • Midvinterdraken
  • Människopesten
  • Solsagan
  • Fiskarens fiende
  • Blodsvept
  • Nedgång
  • Svartberg
  • Mask
  • Trollhammaren
  • Nattfödd
  • Skogsdotter
  • Jaktens tid
  • Ormfolk

Spielzeit: 61 Minuten (20:19 Uhr – 21:20 Uhr)
Webseite: https://www.trollhorde.com/
Letztes Album: Finntroll – Vredesvävd (Amazon Partner Link)

Finntroll – Mask

Korpiklaani

Und es gab ja noch eine fünfte Band an diesem Abend: Korpiklaani. Ich war irgendwie fest der Meinung, die hätten auch schon mal in Regensburg gespielt. Wie auch immer. Korpiklaani legten auf jeden Fall gleich stark los mit Songs wie Hunting Song & A Man With A Plan. Da war die Menge natürlich am ‚Ausrasten‘. Doch irgendwie hat dann die Stimmung etwas nachgelassen. Was sich in teilen durchaus auch wieder auf den Sound zurückführen lässt. Hinzu kamen dann noch etwas technische Probleme.

Korpiklaani
Korpiklaani
Korpiklaani
Korpiklaani

Aber ich muss sagen, da haben wir von Korpiklaani schon schlechtere Auftritte gesehen. Der war an sich ganz okay und die Band zeigte sich sehr spielfreudig. Ich würde sagen ein gelungener Abschluss für den Abend. Gerade zum Ende hin mit Saunaan und Vodka war die Party nochmal im vollen Gange

Korpiklaani
Korpiklaani
Korpiklaani
Korpiklaani

Die Setlist aus Budapest sieht mir ganz akkurat aus und nachdem die Setlist von der Bühne fein säuberlich wieder aufgesammelt wurde, kann ich mir vorstellen, dass diese während der Heidenfest Tour identisch ist. Trotzdem unter Vorbehalt.

  • Hunting Song
  • Wooden Pints
  • A Man With a Plan
  • Happy Little Boozer
  • Aita
  • Kalmisto
  • Ämmänhauta
  • Tuli kokko
  • Leväluhta
  • Päät pois tai hirteen
  • Lonkkaluut
  • Ruumiinmultaa
  • Gotta Go Home
  • Viima
  • Metsämies
  • Saunaan
  • Vodka

Spielzeit: 74 Minuten (21:51 Uhr – 23:05 Uhr)
Webseite: https://korpiklaani.com/
Letztes Album: Korpiklaani – Rankarumpu (Amazon Partner Link)

Korpiklaani – Got The Time

Fazit

Das war wieder ein toller Konzertabend. Das Airport war einigermaßen gut gefüllt (Der Rang war nicht offen, sprich da wäre noch ausreichend Platz für viele Gäste mehr gewesen). Sie haben es halt doch geschafft beim Heidenfest wieder hochkarätige Bands zu bündeln, wofür die Leute auch bereit sind ein paar Kilometer Strecke zurückzulegen. Daher waren auch an diesem Abend einige von Außerhalb da. Und man muss auch sagen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Konzert am Samstag in Regensburg und am Sonntag in München, würde ich mich auch eher für den Samstag entscheiden (wenn’s von der Strecke keinen Unterschied macht). Aber theoretisch haben wir ja in Regensburg auch ein ganz gutes Einzugsgebiet.

Korpiklaani
Korpiklaani

Ich schweife schon wieder ab, weil ich mich immer so freue, dass wir so bekannte Bands nach Regensburg holen und ich dafür nicht nach München fahren muss. Das Spritgeld ist in einem Shirt, einem Patch oder einer CD dann besser investiert.

Was die Stimmung ein klein wenig getrübt hat an diesem Abend: Ich hatte ein kleines Problem mit dem Sound. Ich kann natürlich nicht sagen ob das an meiner Position in der Halle oder meinem persönlichen Empfinden lag, doch ich fand den Gesang bei den meisten Bands zu leise und der ging hinter dem lauten Schlagzeug irgendwie unter. Auch wenn die Musiker was erzählen wollten verstand man kaum ein Wort. Gerade bei Korpiklaani, wobei da auch noch die technischen Probleme dazu kamen.

Am Ende hätte ich dann aber doch noch zwei kurzen Fragen:
Macht Crowdsurfing wirklich Sinn & Spaß, wenn man eigentlich nur über die Absperrung gehoben wird?
Ist es nicht eigentlich rausgeworfenes Geld, wenn man sich mit einem vollen Getränk in den Moshpit stürzt?

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