Mit großer Freude habe ich natürlich vernommen, dass Ensiferum auf Tour gehen. Cool! Mit Freedom Call und Dragony. Stark! Die sind bestimmt auch in München. Perfekt. An einem Dienstag. Wie bitte? Dienstag?! Zum Backstage zu kommen ist ja immer ein Drama, doch unter der Woche zum Berufsverkehr ist’s halt nochmal um Faktor zwei schlimmer. Doch würde man das für Ensiferum nicht in Kauf nehmen?
Ich habe mit dem Ticketkauf auf jeden Fall gewartet, aber das Konzert dick im Kalender markiert. Ob wir die Strapazen auf uns nehmen werden hat sich in dem Moment geklärt, als ich am 24.12.2025 die Nachricht bekam, dass ich bei dem Ensiferum Adventskalender-Gewinnspiel für München als Gewinner gezogen wurde und zwei Tickets gewonnen habe. *Hell Yeah!* München, wir kommen.
Anreise
Also am Dienstag ein klein wenig früher Feierabend gemacht. Der Plan war: Späteste Abfahrt 16:30 Uhr, dann haben wir noch eine realistische Chance, wenn alles nach Plan läuft, dass wir pünktlich vor der ersten Band im Backstage sind. Ziemlich genau um 16:30 Uhr starteten wir den Wagen und machten uns auf in Richtung München, bis wir nach ca. drei Minuten in Regensburg vor der Autobahn im Stau standen, wegen einem Unfall. Läuft. Mit wenigen Minuten Verzögerung ging’s dann weiter nach München. Dort wurde es dann auf der Autobahn einmal richtig eng. Da quetscht sich einer in eine Lücke, wo keine Lücke war. Dann bremsen vorne die Autos und schnell gab es eine Kette von Vollbremsungen. Das war so eng, so eng war auch die Parklücke vor’m Backstage, die wir nutzen.
Am Einlass war dann wenig los. Jetzt muss nur noch das mit dem Tickets klappen. Doch wo bekommt man die? Die nette Dame am Einlass konnte uns da aber prompt weiter helfen. Und auch die Ausgabe der Tickets lief dann problemlos. Also eigentlich zu problemlos. Kein Ausweis. Kein Namensabgleich. Tickets wurden einfach raus gegeben. Aber ich will mich nicht beschweren. 18:15 Uhr waren wir im Backstage im Werk – mit wenig anderen Gästen
Dragony
Dragony haben wir 2022 schon mal im Backstage im Werk gesehen. Ich habe alle sechs Studioalben zu Hause. Eigentlich gute Voraussetzungen für einen Opener, oder? Okay, ich bin vielleicht mit den Alben nicht so firm, doch ein paar Songs sind da schon hängen geblieben.
Die Band läuft auf und es stürmt …. eine Frau auf die Bühne. Huch?! Hab‘ ich was verpasst? Entweder das oder ich hab’s verdrängt, dass Maria Nesh als weitere Mitglied zur Band gestoßen ist. Schön und gut, doch wo ist der Sänger? Was ich so im Nachgang gelesen habe, war, dass er an einigen Shows wohl nicht teilnehmen konnte. Daher gab’s wohl bei den Shows, wo nur Maria mit dabei war, und daher auch eine entsprechende Setlist gewählt wurde. Aber dennoch: Mir kam kein Song bekannt vor.
Das Backstage hatte sich mittlerweile schon etwas mehr gefüllt und die Stimmung war auch okay, doch mich konnte die Band an diesem Abend nicht mitreißen. Schade. Fun Fact aber noch am Ende. Der Drummer wirft einen Stick in die Menge. Der fliegt direkt auf Simone zu und sie … geht zur Seite und lässt den auf den Boden fallen. Naja. Wäre auch nur ein Teil gewesen, das zu Hause wieder rumliegt.
Spielzeit: 29 Minuten (18:44 Uhr – 19:13 Uhr)
Webseite: https://www.dragony.net/
Letztes Album: Dragony – Hic Svnt Dracones (Amazon Partner Link)
Freedom Call
Okay, der Abend hat durchaus Potential, noch besser zu werden. Aber ich bin da guter Hoffnung, denn Freedom Call ist eine der Bands, die bisher auch noch nicht enttäuscht haben. Chris Bay überzeugt einfach mit seiner sympathischen Art und mit Happy Metal (also ab sofort Happycore) verbreitet man auch immer gute Laune. Ob das auch an diesem Abend gelingt? Ja, und wie!
Die Menge ließ sich sofort mitreißen und der Party waren keine Grenzen gesetzt. Dafür hatten Freedom Call auch die entsprechenden Hymnen auf die Setlist gesetzt. Auch die neue Single Heavy Metal Happycore, bei der auch Petri Lindroos mitwirkte, durfte natürlich nicht fehlen. Leider war Petri bei dem Song aber nicht mit auf der Bühne. Chance vertan, doch die Info wurde mir bereits vorab zugespielt, daher war die Enttäuschung nicht so groß.
Lieder war nach 50 Minuten schon Schluss. Bei den Songs habe ich aufgepasst und wenn mir kein Fehler unterlaufen ist, war die Setlist die gleiche wie bei der Show davor:
- Hammer of the Gods
- Tears of Babylon
- Silver Romance
- Union of the Strong
- Heavy Metal Happycore
- Power & Glory
- Warriors
- Metal Is for Everyone
- Land of Light
Spielzeit: 50 Minuten (19:45 Uhr – 20:35 Uhr)
Webseite: https://www.freedom-call.net/
Letztes Album: Freedom Call – Silver Romance (Amazon Partner Link)
Ensiferum
Wie erwartet starteten kurz nach neun Ensiferum mit ihrer Show. Meine Konzertliste ist ja leider nicht ganz vollständig. Aber nur von den Konzerten, die in der Liste stehen, war dies das 18. Mal, dass ich bei Ensiferum vor der Bühne stand – und ich würde morgen wieder hin. Das Konzert war vom ersten Moment an einfach ein Banger. Und auch wenn ich zwei Songs auf der Setlist durch andere Songs ersetzt hätte, gab es keinen Grund zur Klage. Wir hatten uns bei Ensiferum auf der Stufe platziert, was ganz praktisch war, denn die Freifläche im Werk wurde oftmals zu einem großen Circle Pit oder Mosh Pit. Das war mal ganz angenehm, dass man da nicht mittendrin war und die Band genießen konnte.
Die Freude währte allerdings nur kurz, denn bereits zum Ende des dritten Songs war Schluss. Ton weg. Alles aus. „Sie haben eine kurze Raucherpause eingelegt“ sagte Petri, als es nach wenigen Minuten wieder weiterging und die Band direkt mit Fatherland fortfuhr. Wie man das von Metal Fans gewohnt ist, nahmen sie die technischen Probleme einfach hin und ließen sich nicht vom Feiern abbringen. Die Party ging direkt weiter. Die Band war super drauf und die positive Stimmung schlägt auch direkt auf die Menge über. Es gab sogar ein paar Freedom Call Anspielungen wie zum Beispiel bei der Ankündigung zu Stone Cold Metal …. is for everyone.
Beim Song Scars In My Heart, der Ballade des aktuellen Albums, kam dann Maria Nesh nochmal mit auf die Bühne. Ich fand, zu dem Song hat sie besser gepasst als zu Dragony. Auf dem Album stand für den Gesangspart ja Madeleine Liljestam am Mikro – die Frontfrau von Eleine. Ich finde das immer cool, wenn die Bands, die zusammen auf Tour sind, solche Gelegenheiten nutzen. Zum Ende hin ließ sich die Band dann noch zu der geplanten Zugabe bitten. Der letzte Song des Abends war dann Two Of Spades, den ich im letzten Jahr echt lieb gewonnen habe und daher war das für mich auch ein perfekter Abschluss für den Abend.
Auch bei Ensiferum hatte ich die bisherige Setlist offen und ich glaube, ich kann euch die München Setlist hier präsentieren. Die war relativ ähnlich zu der, die ich im Internet gefunden hatte.
- Winter Storm Vigilantes
- Guardians of Fate
- Heathen Horde
- Fatherland
- One More Magic Potion
- Token of Time
- Stone Cold Metal
- From Afar
- Scars in My Heart (with Maria Nesh)
- Andromeda
- Into Battle
- Axe of Judgement
- In My Sword I Trust
- Two of Spades
Spielzeit: ca. 83 Minuten (21:06 Uhr – 21:20 Uhr – 21:26 Uhr – 22:35 Uhr)
Webseite: https://ensiferum.com/
Letztes Album: Ensiferum – Winter Storm (Amazon Partner Link)















