Wie schnell die Zeit verfliegt merkt man auch, wenn man im Blog ein wenig zurück blättert. Bei unserem ersten Besuch des Beltane Fire Festivals haben wir gesagt: Da wollen wir nochmal hin. Jetzt waren wir nochmal da. Doch es hat dann doch sieben Jahre gebraucht, bis wir es geschafft haben. Wir haben den Besuch in Edinburgh recht knapp kalkuliert, doch für ein paar andere Unternehmungen war dann schon auch noch Zeit. Ich werde euch hier natürlich ausführlich vom Ausflug berichten.
Die Idee & die Planung
Nachdem wir im März nicht unsere übliche Urlaubswoche gemacht haben, hatte ich die Idee, ob wir nicht dafür dann nochmal beim Beltane Fire Festival vorbei schauen könnten? Ich meine, so viel Glück mit der Planung wie 2019 werde ich nie wieder haben, das war mir klar, doch da der erste Mai auf einen Freitag fällt, könnte man das Event mit wenige Urlaubstagen mitnehmen. Somit war die Idee schnell geboren. Und spontan wie sie sind haben unsere Freunde gesagt: Edinburgh. Da kommen wir mit! Cool. Der Rest war dann nur noch Formsache: Flug buchen. Unterkunft finden. Beltane Tickets kaufen. Warten bis der Flieger geht. Für Detailplanungen ist dann später auch noch Zeit.
Anreise
Wir hatten einen Flug um zehn Uhr. Hieß für uns trotzdem um halb sechs aufstehen. Um halb sieben haben wir unsere Mitfahrer am Pendlerparkplatz eingesammelt. Als Parkplatz habe ich wieder den Airparks München gebucht. Wir waren nur recht spät dran mit dem buchen und man konnte dann nur noch ‚Premium parken‘ wählen (oder ich war doof?). Nachdem das Auto geparkt war, mussten wir nur wenige Minuten auf den Bus warten, der uns zum Terminal 1 brachte. Um acht standen wir am Eingang des Flughafens. Wir erledigten direkt den Check-In und konnten drinnen dann noch einen Kaffee trinken.
Der easyJet Flieger ging dann recht pünktlich und scheinbar waren die Winde uns gewogen, denn wir waren gut 25 Minuten früher in Edinburgh als geplant. Gegen 11:30 Uhr buchten wir die Airlink 100 Tickets: Hin und zurück für 8,50 schien durchaus ein angemessener Preis. Hinweis für mich an der Stelle: Scheinbar hätten wir beim einsteigen die Tickets scannen lassen müssen. Die beiden Kontrolleure haben sich aber weg gedreht und wir wurden in den Bus gedrängt und der Busfahrer hat unser Ticket geprüft und uns durchgewunken. Bei der Rückfahrt war das aber ein kleines Problem. Dazu später mehr. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und nachdem wir noch nicht in die Unterkunft konnten, starteten wir direkt mit dem Programm.
Mittwoch, 29.04.2026: Ankommen & Frankenstein
Wir hatten zwar nur leichtes Gepäck, doch damit wollten wir trotzdem nicht viel herum laufen, daher haben wir direkt das Frankenstein angesteuert. Dort gab es dann erst mal ein kühles Getränk und eine Kleinigkeit zum Essen. Beim letzten Besuch sind wir am Frankenstein nur vorbeigelaufen aber waren nicht drinnen. Wir wussten aber, was uns dort erwartet und Simone hat vom dem Frankenstein auch ein kleines Video gemacht.
Um 15 Uhr konnten wir dann unser Gepäck zur Unterkunft bringen. Auch die gehe ich später nochmal im Detail ein. Für den Anreisetag hatten wir sonst eigentlich gar nichts mehr geplant. Das Ziel war ja gemütlich ankommen. Wir sind dann erst mal noch zum nächstgelegenen Supermarkt um dort ein paar Getränke und Snacks für die nächsten Tage einzusammeln. Danach sind wir los für eine kleine Erkundungsrunde, um uns wieder etwas zu orientieren. Von der Runde aus sind wir dann auch direkt weiter zum Abendessen. Für den ersten Abend war die Fired Dough Pizzeria unser Ziel. Unter anderem aufgrund der hervorragenden Bewertungen haben wir uns dafür entschieden. Am Ende des Tages hielt sich aber die Begeisterung in der Gruppe in Grenzen. Auf meiner Empfehlungsliste würde sie auf jeden Fall nicht landen.
Gegen 20:15 Uhr waren wir wieder zurück an der Unterkunft. Es war ein langer Tag und wir waren alle schon ein bisschen kaputt, doch Simone und ich sind dann noch für eine kleine Nachtrunde nochmal raus und kamen dann gegen 23 Uhr wieder zurück. Dann war für uns aber auch Schluss, denn der nächste Tag wird ja auch sehr lang werden.
Donnerstag, 30.04.2026: Dean Village & Beltane Fire Festival
Sechs Uhr. Ich bin wach. Klar. Eine Stunde Zeit Verschiebung. Innere Uhr und so. Aber ich habe dann ein paar Videos meiner Youtube Playlist abgearbeitet und schon mal eine ToGoodToGo Tüte zum retten beim Starbucks raus gesucht, die wir später dann auch gebucht haben. Die Unterkunft haben wir dann glaube ich gegen 09:30 Uhr verlassen. Wir hatten für tagsüber eigentlich nur ein Ziel: Dean Village. Auf dem Weg dorthin gab es mehrere Möglichkeiten etwas zu frühstücken. Das Hauptziel war aber Croccante & Co. Dort gibt’s Schiacciate. Ich würde es als Sandwich in knusprigem Fladenbrot beschreiben. Das war echt nicht schlecht.
Dean Village ist jetzt auch nicht so groß und man ist da fix einmal herum gelaufen, auch wenn es durchaus noch Möglichkeiten gegeben hätte, noch weiter am Wasser entlang zu laufen. Doch der Kern, den man auch von Bildern kennt, hat man schnell erkundet. Für den Rückweg haben wir aber noch ein weiteres Ziel ins Auge gefasst: Die Circus Lane. Mir fällt’s gerade echt schwer das zu beschreiben. Am Ende ist’s auch nur eine gepflegte kleine Gasse mit hübschen Pflanzen. Im April ist man da glaube ich aber vielleicht noch etwas zu früh dran und im Sommer blüht da sicherlich noch mehr.
Insgesamt war’s dann doch eine schöne große Runde die wir gelaufen sind. Auf dem Rückweg zur Unterkunft haben wir noch drei kurze Stopps eingelegt. Unsere Freunde wollten kurz was im TKMaxx gucken und noch eine Brotzeit einsammeln und Simone wollte nochmal gucken ob wir ein gutes Foto vom Hub aus dem Innenhof vom New College machen können: Spoiler: Nein, denn um 13 Uhr hat man da voll die Mittagssonne als Gegenlicht.
An der Unterkunft haben wir dann eine, für uns eher ungewöhnlich lange, Pause eingelegt. Da wir aber Glück mit dem Wetter hatten und wir drei Stunden durch die Mittagssonne gelaufen sind, war das aber vielleicht auch gar nicht so schlecht und der Tag wird ja auch noch lang.
Wir sind erst gegen 17:15 Uhr wieder raus zum Abendessen. Dafür sind wir zum Edinburgh Street Food Court gelaufen. Da gibt’s verschiedene kleine Stände, so dass sich jeder was aus seinem bevorzugten Speiseland aussuchen konnte. Zudem lag der Food Court auch am Fuße des Calton Hills. Okay, das war auch nur relativ praktisch, denn wir mussten nochmal über die Brücke kurz zurück zur Royal Mile, denn meine Starbucks Tüte war dann nämlich zum abholen bereit. Die Idee am Morgen war nämlich, dass wir dann was zu Essen haben, wenn wir dann oben am Berg sind.
Und wieder zurück über die Brücke zum Calton Hill. Das waren 900m Umweg für die Tüte. Lag also total im Rahmen. Bitter war nur, dass wir vom Food Court bis zu dem Starbucks an drei weiteren Starbucks vorbei gelaufen sind. Aber bringt ja auch nix, wenn die für den Zeitraum nix passendes hatten. Wir waren dann pünktlich um 19:30 Uhr am Einlass vom ausverkauften Beltane Fire Festival. Am Eingang war’s dann etwas chaotisch, aber wir konnten dann doch noch den ersten Weg gleich hoch laufen. Oben wurden dann die Tickets nochmal gescannt und die Taschen kontrolliert und dann waren wir auch schon drin. Und obwohl wir zeitig da waren, war am Berg schon einiges los.
Wir haben uns einen guten Platz mit Sicht auf die Bühne gesucht, von wo aus wir dann die Eröffnungszeremonie gut beobachten konnten. Generell war der Platz nicht so schlecht, da dort auch immer wieder mal Gruppen der Darsteller und vor allem auch die May Queen vorbei kamen. Ich bin dazwischen auch mal kurz los, um ein paar Impressionen einzufangen. Mit jeder Minute wurde es voller am Calton Hill und mit Einbruch der Dunkelheit starten dann auch die Feierlichkeiten (ca. 21:22 Uhr). Das ist schon eine besondere Stimmung, wenn das Feuer auf dem National Monument entzündet wird und die May Queen die Bühne betritt. Das ist der Beginn einer Geschichte, die über die nächsten Stunden erzählt wird.
Der Blick auf die Bühne war wirklich nicht schlecht von unserer Position aus, doch wie schon beim letzten Mal angemerkt, halt leider etwas weiter weg. Wenn man aber in der Menge steht und gar nichts sieht, hat man auch nichts gewonnen. Das wir auch diesmal wieder nicht alle Stationen sehen werden, war uns im Vorfeld schon klar. Da wäre man auch nur am hinterher laufen des Zuges und es rührt sich ja ständig an allen Ecken und Enden was. Hinzu kam, dass es doch auch sehr voll war und wenn man nicht schon vorher an nächsten Station war, hatte man kaum eine Chance da noch was zu sehen. Sprich eigentlich müsste man vor dem Zug laufen. Vielleicht schaffen wir es dann bei einem dritten Anlauf dann noch die letzten Sachen anzuschauen, die man nicht gesehen hat. Aber für den Tod und die Wiederauferstehung des Green Man hatten wir dann wieder einen einigermaßen guten Platz.
Auf der Bühne startete dann wieder das wilde treiben, während im Hintergrund das große Feuer entzündet wurde. Da hatte man dann aber schon wieder keine Chance mehr da ran zu kommen. Nachdem sich der Pulk etwas aufgelöst hat, konnte man von einer Ecke einen kleinen Blick auf’s Feuer werfen. Doch es wurden am Feuer auch nicht grundlos weniger Leute. Das Event neigte sich langsam dem Ende zu und wir machten uns auf zur letzte Station. Das Ende lässt sich eigentlich am besten mit dem Song Walpurgisnacht von Sagenbringer beschreiben. Die Teilnehmer trafen sich alle hinter dem National Monument und packten dort ihre Snacks aus und verteilten diese Untereinander. Es fand dann noch eine kleine Zeremonie statt, bevor das Event mit einem Tanz seinen Abschluss fand. Und so verließen wir auch den Calton Hill um kurz nach ein Uhr.
Ich mach mir gar keine Hoffnungen relativ schnell wieder am Beltane Fire Festival teilzunehmen, doch ich glaube, das wird nicht unser letzter Besuch gewesen sein.
Beim Rückweg hatten wir dann leider etwas Pech, da wir dort runter gehen wollten, wo wir her gekommen sind, der Weg aber gesperrt war. Also mussten wir nochmal unten rum um den Berg herum. Um 01:30 Uhr waren wir dann zurück an der Unterkunft. Für mich wartete dort dann noch ein etwas unangenehme Überraschung. Keine Ahnung was ich da beim Abendessen für eine Stelle mit meiner Spritze getroffen habe, doch ich hatte einen fetten blauen harten Fleck am Bauch. Das sah nicht gesund aus, von daher habe ich da kaum oder nur schlecht geschlafen und bin um 06:30 Uhr auch schon wieder aufgestanden.
Freitag, 01.05.2026: Royal Botanic Garden & Double Dead
Wir hatten uns noch einen vollen Tag in Edinburgh. Das wäre unentspannt gewesen, wenn man direkt nach dem Beltane Fire Festival schon wieder hätte abreisen müssen. Und während ich ja eine ’schlechte Nacht‘ hatte und schon früh auf den Beinen war, haben die andere erst mal etwas schlaf nachgeholt.
Gegen zehn Uhr verließen wir die Unterkunft und machten uns auf den Weg zum Tron Kirk Market. Den hatten wir die Tage zuvor immer ausgelassen und wir wollten mal gucken, was es dort für Souvenirs gibt. Neben holten wir uns dann noch etwas zu Essen und auch im Supermarkt schauten wir nochmal vorbei. Das Wetter war für den letzten Tag als etwas unbeständig angekündigt, daher haben wir gesagt, wir entscheiden spontan, was sich anbietet. Wir haben uns dann dazu entschieden mit dem Bus zum Royal Botanic Garden zu fahren. Bei den Bus kann man einfach mit der Kreditkarte per Tap bezahlen. Glücklicherweise war ich mit drei Karten ausgestattet, sonst hätten wir eine Person zurück lassen müssen. Wobei wir die Strecke auch hätten laufen können, wie ich im Nachgang festgestellt habe, denn von der Circus Lane, wo wir am Vortag waren, waren es weniger als zehn Minuten bis zum Eingang.
Der Garten war ganz nett. Cool war natürlich, dass der Eintritt gratis war. Uncool war, dass die Glashäuser leider im Moment geschlossen waren. Dennoch haben wir am Ende gut 100 Minuten in der Parkanlage verbracht. Wir hatten ja auch einen kleinen Snack dabei und die Eichhörnchen haben auch dazu beigetragen, dass das Ganze recht kurzweilig war. Leider fing es dann gerade etwas zu regnen an, als wir uns dem Ausgang näherten. Von daher rein in den nächsten Bus und zurück in die Stadt. Dort haben wir die Vorräte aufgefüllt und sind zurück zur Unterkunft.
Gegen 18 Uhr machten wir uns auf zum Abendessen. Es regnete zwar wieder, doch das Restaurant Eve lag nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt. Das Restaurant gehört wohl zu dem Virgin Hotel wie sich heraus stellte. Das Ambiente fand ich persönlich nicht schlecht, doch da sind auch immer wieder Leute vom Hotel irgendwie durchgelaufen. Das fand ich etwas störend. Bei mir blieb noch ein kleines Stückchen Pizza übrig, welches wir in die Unterkunft brachten und diese zeitnah wieder verließen, denn man will ja nicht unpünktlich die City of Dead – Double Dead Tour (➡️ Link) sein.
Die Tour soll ja schließlich pünktlich starten. Daher waren wir – und der Rest der Gruppe – etwas verwundert, als um 20 Uhr noch immer kein Guide zu sehen war. Und das wäre eigentlich schon die Zeit zum los laufen. Schon sehr seltsam. Denn es sammelten sich dann auch langsam die Leute der nächsten Tour schon. Und deren Tourguide war – wie erwartet – 15 Minuten vor Tour Start auch schon am Treffpunkt.
Die Ereignisse und Informationen haben sich dann etwas überschlagen. Long story short. Keiner wusste was, über den Verbleib unseres Guides und dieser konnte auch nicht erreicht werden. Der Veranstalter hat super kulant reagiert und kurzerhand allen Teilnehmern die Tour wieder erstattet und gleichzeitig eine gratis Tour zu einem anderen Zeitpunkt angeboten. Hmm. Das ist nett, aber leider wenig hilfreich, wenn man am nächsten Tag abreist. Es blieb dann nur noch die 21:30 Uhr Tour die u.U. schon ausgebucht ist. Wie sich dann aber heraus stellte: Da waren noch viele Plätze frei. Dann nehmen wir halt die.
Damit hatten wir jetzt 45 Minuten, die wir überbrücken mussten. Cafes & Bars gibt’s ja genug in die man schnell rein hüpfen könnte. Doch leider würfelte die verspätete Tour auch die weitere Abendplanung über den Haufen, denn wir wollten unbedingt noch ins Sköll & Hati (➡️ Link), was nach der Tour ideal gelegen wäre. Doch nach der Tour heißt jetzt halt nach 23:30 Uhr. Also blieb uns nur dort jetzt schnell hin zu laufen und auch wenn es nicht so weit weg war, zieht sich der Weg dann trotzdem. Die Bar hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die ist richtig cool. Da kann man in entspannter Atmosphäre gemütlich Zeit verbringen. Ich hoffe die gibt’s noch, wenn wir das nächste Mal dort sind.
21:20 Uhr. Wir sind wieder am Treffpunkt wo der Guide schon auf uns wartete. Schnell ‚eingecheckt‘ und schon ging es pünktlich um 21:30 Uhr los zur Tour. Den Regen hätte es zwar nicht gebraucht, aber wir sind dann eh zügig zu den Vaults und danach war es wieder trocken. Die Tour hat uns auch diesmal wieder sehr gut gefallen, auch wenn wir ja daran schon mal teilgenommen haben. Aber das gute daran, wenn man sich nix merken kann, ist, dass dann alles wieder wie beim ersten Mal ist. Die Tour endete gegen 23:20 Uhr und somit waren wir um halb zwölf in der Unterkunft.
Abreise
Die Abreise hätte glaube ich fast nicht unspektakulärer sein können. Wenn man weiß, wann der Flieger geht und dann die Stationen dazwischen einfach zurück rechnet, kann man ja einfach abschätzen, wann man los muss. Da der Airlink 100 alle zehn Minuten fährt, muss man sich da auch keine Sorgen machen, wenn man einen nicht erwischt. Leider ergab die Rechnung aber auch, dass wir um sieben Uhr die Unterkunft verlassen mussten und daher schon recht früh aufstehen mussten. Das war für mich weniger ein Problem, da ich an den anderen Tagen auch schon so früh auf den Beinen war.
Mit unseren Täschchen machten wir uns auf den Weg zum Airlink 100 Bus, der an der Waverly Station schon auf uns wartete (ca. 07:30 Uhr). Was aber auch auf uns wartete: Die einzige Stolperfalle bei der Rückreise. Denn der Busfahrer hat zwar unser digitales Ticket zur Kenntnis genommen, hätte aber gerne den Zettel gesehen, den wir erhalten haben, als unser Ticket bei der Fahrt in die Stadt gescannt wurde. Erinnert ihr euch an die Einleitung: Unser Ticket wurde nicht gescannt. Wir hatten kein Zettel. Ich würde mal sagen das kommt öfter vor, denn wir wurden gebeten, das nächste Mal drauf zu achten und wir durften einsteigen. Das war dann der Punkt wo man angefangen hat sich Gedanken zu machen, was wir bei der Anreise ‚falsch‘ gemacht haben. Und da blieb nur eins: Die Kontrolleure, die sich nicht für uns interessiert haben. Die hätten das bestimmt scannen müssen. Die hatten so ein Gerät in der Hand. Und da wäre dann sicherlich auch ein Bon oder so raus gekommen. Egal. Wir saßen im Bus.
Gegen acht waren wir dann am Flughafen und haben direkt den Security Check durchlaufen. Das ging alles recht fix, so dass wir dann nochmal für fast 30 Minuten die Füße hochlegen konnten, bevor unser Gate bekannt gegeben wurde – Wechsel natürlich fast am anderen Ende des Flughafens lag. Der Flughafen ist nicht so groß, doch der Weg war weit genug, dass wir am Gate kaum noch Wartezeit hatten, bevor das Boarding startete. Auch der Rückflug hatte dann wohl guten Wind denn auch in München sind wir etwas früher angekommen (12:45 Uhr). Wir machten uns direkt auf den Weg zur Ankunftshalle D, wo die Station unseres Airpark Busses war. Was wir bisher auch noch nicht erlebt hatten, dass da so viele Leute schon warteten. Wir haben unsere Taschen noch nicht abgestellt, als auch schon der Bus kam. Was für ein Timing. Der Bus war dann leider brechend voll, doch für die kurze Strecke verkraftbar.
Das hat also alles mehr oder weniger problemlos geklappt und wir waren am späten Nachmittag dann wieder zu Hause.
Unterkunft
Ich hatte ja, als noch geplant war zu zweit zu fahren, geschaut was unsere Unterkunft vom letzten mal gekostet hätte. Holla die Waldfee. Entweder haben die Preise so angezogen oder wir hatten beim letzten Mal einfach mal Glück. Da wir aber jetzt zu viert Unterwegs waren, war der Vorschlag ob wir uns dann nicht auch gleich wieder eine Zentrale Unterkunft über AirBnB holen. Warum nicht? Direkt am Grassmarket haben wir etwas passendes gefunden (➡️ AirBnB). Die Lage war natürlich super.
Die Wohnung war gut ausgestattet und man konnte da auch abends noch gemütlich auf ein Getränk zusammensitzen. Die Bettchen waren allerdings nicht sehr bequem und die einfach verglasten Fenster dienten auch nur dazu, dass es nicht rein regnet. Sprich ob die Fenster offen oder geschlossen waren hat fast keinen Unterschied gemacht und man hat von draußen viel mitbekommen. Und am Grassmarket ist doch einiges los. Bitter war aber vor allem halt die Müllabfuhr die gegen zwei Uhr dann vorbei kam. Als würde der Laster neben deinem Bett stehen.
Zahlen. Daten. Fakten. Wissenswertes.
Ein paar kurze Punkte noch, die ich aufgreifen wollte.
The Playfair at Donaldson’s Manager’s Office: Hab‘ da leider selber kein Bild davon gemacht. Aber das sah ja cool aus, da sind wir dran vorbei gefahren. Scheinbar war das früher eine Schule und jetzt sind da Luxus Wohneinheiten drinnen.
Im Vorfeld wurden ins die wichtigsten Infos zur Unterkunft zur Verfügung gestellt. Und worauf kann man mittlerweile nur in seltensten Fällen verzichten? Genau! Internet. Gut, das wir auch das Passwort für’s W-LAN bekommen haben. Nur die Verbindung hat einfach nicht geklappt. Wie sich herausstellte bestand das Passwort nicht ausschließlich aus Großbuchstaben, wie in der Info Mail angegeben, sondern einige davon waren Kleinbuchstaben. Aber hey, zur besseren Lesbarkeit einfach mal das Passwort in Großbuchstaben schicken.
Mit dem Wetter hatten wir ja wieder richtig Glück, wenn man von ein klein wenig Regen am Freitag absieht. Aber wenigstens war’s die Tage vor’m Beltane sonnig und warm, sonst wäre man da oben auf dem Berg sicherlich erfroren und versunken. Es war eh relativ kalt und wenn man überlegt, das einige der Darsteller so gut wie nackig waren. Huiuiui. Die sind da schon abgehärtet …
Was auch richtig cool war, und das kommt sicherlich auch nicht oft vor: Wir hatten Vollmond zum Beltane.
Was hingegen richtig kacke war, war der riesen Haufen Hundekacke, der auf der North-Bridge hinterlassen wurde. Der war noch ganz frisch, als wir da vorbei sind und einer ist da auch auf jeden Fall schon rein getreten. Das dumme war aber nur: Wir musste an der Stelle noch drei mal vorbei: Hin zum Starbucks. Zurück vom Starbucks. Und nach Hause nach Beltane. Also haben wir uns an der betroffenen Stelle immer versucht nahe am Zaun vorbei zu drücken. Da dort aber auch super viel Durchgangsverkehr war, war der Haufen relativ schnell – vermutlich eher unfreiwillig – weg. Aber man konnte die Spuren noch ganz deutlich sehen.
Ich habe meinen ersten Whisky in Schottland getrunken. Das hatten wir beim letzten Besuch auch ausgelassen. Diesmal hat es sich in der Bar von Sköll & Hati angeboten, da wir nur ein knappes Zeitfenster hatten und die einen guten Tropfen zum probieren hatten: Woodrow’s of Edinburgh Dailuaine 2008 – 17 Jahre.
Streckentechnisch war’s wieder ganz ordentlich, wobei wir sicherlich unter unserem Schnitt geblieben sind. Laut meiner Samsung Health App waren es ca. 54 Kilometer. Wobei man den Flughafen-Abreisetag eigentlich weg lassen kann. Dann wäre wir bei ca. 48 Kilometer auf drei Tage.
Fazit
Hat sich unser zweiter Besuch in Edinburgh wieder gelohnt? Ja! Würde ich wieder hin fahren? Ja! Gibt’s noch immer offene Punkte auf der Liste? Ja! Beim nächsten Besuch schreibe ich den Arthur’s Seat ganz oben auf die TODO-Liste. Ansonsten finden wir im Nachgang ja immer wieder Sachen, die man noch hätte machen können, wenn man es nur gewusst hätte. Und wenn wir wieder fahren, dann auch sicherlich wieder zum Beltane Fire Festival oder vielleicht lässt es sich auch irgendwie kombinieren, dass wir mal zu Samhain fahren.


















































































































