Das Rock am Härtsfeldsee, da waren wir auch schon mal, das ist noch gar nicht so lange her, oder? Huch. 2017. Das sind ja neun Jahre. Damals hatten wir ein Festivalticket für 66€. Diesmal haben wir uns für eine Tageskarte entschieden. Der Preis dafür müssten 65€ gewesen sein. Beide Festivaltage hätten sich für uns von den Bands her nicht gelohnt. Da alles, was wir unbedingt sehen wollten, am Samstag gespielt hat, war das natürlich eine Win-Win Situation. Kein Urlaub. Entspannte Anreise. Kein campen.
Drauf gestoßen sind wir eigentlich wegen Warmen, die bei einem anderen Festival in der Gegend gespielt hätten, doch das hat bei uns zeitlich nicht geklappt und da hätte es auch keine Tageskarten gegeben, weswegen das für uns am Ende wegen einer Band nicht in Frage kam. Und dann haben wir gesehen, dass die auch am Rock am Härtsfeldsee spielen. Kurz darauf gab’s dann die Running Order mit den Tagesaufteilungen und ein paar Tageskarten.
Anreise
In Regensburg sind wir gegen 14:30 Uhr los. Ein kritischer Blick auf das Navi. Ein kritischer Blick auf die Tankanzeige. Wenn wir ordentlich fahren, kommen wir wieder zurück, ohne das wir unterwegs tanken müssen. Die Fahrzeit war mit etwas über zwei Stunden angegeben. Obwohl wir die Strecke größtenteils 2017 auch schon gefahren sein mussten, hat sich das Navi diesmal wohl für die landschaftliche Route entschieden und wir sind durch zahlreiche kleine Ortschaften durch. Wenn ich mir das auf Google Maps ansehen die direkte Route. Ich weiß echt nicht mehr wie wir 2017 hin gefahren sind, doch ich hatte das gefühl wir sind den Campingplatz von der anderen Seite angefahren. Und damals sind wir über Nördlingen, Dinkelsbühl und so weiter oben rum zurück. (Warum auch immer).
Witzig fand ich gerade nur, dass wir 2017 auch um 14:30 Uhr los sind. Ich hatte mich gefragt, wie wir’s da zur ersten Band geschafft haben: Gar nicht. Wir haben die ersten Bands an den beiden Tagen ausfallen lassen. Wäre das auch geklärt und nochmal festgehalten.
Um 16:45 Uhr waren das Auto abgestellt. Die Handtaschen gepackt und wir machten uns auf den Weg zum Infield. Dass dies erst um 17 Uhr öffnet, hatte ich nicht am Schirm, doch die paar Minuten konnte man im Schatten des Zaster-Lasters verbringen.
Tailgunner
Tailgunner war mir natürlich ein Begriff. Wenn man Napalm Records im Abo hat, dann werden einem da auch die Songs von Tailgunner rein gespült. Ich würde das mal als klassischen Heavy Metal bezeichnen. Die Band hat auf jeden Fall gut Stimmung gemacht, auch wenn sie mich nicht so mitreißen konnte. Aber gut. Wir waren auch noch mit akklimatisieren beschäftigt.
Spielzeit: 38 Minuten (17:29 Uhr – 18:07 Uhr)
Webseite: https://tailgunnerhq.myshopify.com/
Letztes Album: Tailgunner – Midnight Blitz (Amazon Partner Link)
Saint City Orchestra
Mit Saint City Orchestra hatte ich vorher keine Berührungspunkte (dachte ich), doch ich muss gestehen: Ich hätte mir was anderes erwartet bei dem Namen. Ich denke ich bin nicht der Erste, der den vergleich zieht, aber ich würde sagen so im Stil von Fiddler’s Green sorgte die Schweizer Band für ordentlich Stimmung. Ich habe mir gedacht, die würden sich bestimmt gut am Feuertanz Festival machen. Tja. Da habe ich die 2024 schon gesehen und ebenfalls den Fiddler’s Green vergleich gezogen. Jetzt bleiben die glaube ich wirklich in Erinnerung.
Spielzeit: 50 Minuten (18:30 Uhr – 19:20 Uhr)
Webseite: https://www.saintcityorchestra.com/
Letztes Album: Saint City Orchestra – This Ain’t Quiet (Amazon Partner Link)
Warmen
Bei Warmen nutzen scheinbar viele die Gelegenheit eine Essenspause einzulegen. Was stimmt mit den Leuten eigentlich nicht? Für mich waren Warmen mit der Hauptgrund hier her zu fahren. Ohne Probleme konnten wir uns in den vorderen Reihen platzieren. Der Bass wummerte leider ganz schön und war vielleicht etwas übertrieben. Generell ging der Gesang ein wenig unter, auch wenn sich das im Laufe der Show etwas besserte. Doch von so was lass ich mir den Abend nicht verderben! Und wer mich kennt, weiß, was das bedeutet, wenn ich sage: Ich habe sogar den Haargummi raus genommen.
Spielzeit: 57 Minuten (19:45 Uhr – 20:42 Uhr)
Webseite: https://warmen-band.com/
Letztes Album: Warmen – Band of Brothers (Amazon Partner Link)
Beast In Black
Bei Beast in Black sind wir dann nicht mehr ganz so weit nach vorne gekommen. Aber der Platz war okay. Bis neben uns einer total ausgeflippt ist und ohne Rücksicht auf Verluste einen Moshpit eröffnete. Simone hat dann irgendwann das Weite gesucht während ich mich etwas weiter nach vorn, aus der Schusslinie, bin. Immer nervig, wenn man ein Konzert wegen so was nicht genießen kann. Denn die Show von Beast in Black war echt cool und der Sound war auch deutlich besser als bei Warmen. Der Schlagzeuger hat wie immer sehr viel Freude bereitet. Das einzige was negativ zu bemerken wäre: Die Band hätte durchaus noch locker Zeit gehabt für einen weiteren Song.
Spielzeit: 68 Minuten (21:16 Uhr – 22:24 Uhr)
Webseite: https://beastinblack.com/
Letztes Album: Beast In Black – Dark Connection (Amazon Partner Link)
Feuerschwanz
Ich glaube wenige Bands haben wir in den letzten drei Jahren so oft live gesehen wie Feuerschwanz – und ich würde morgen wieder hin gehen. Auch wenn es natürlich nur wenig Variationen bei den letzten Shows gab. Trotzdem: Unterhaltsam. Gute Lauen. Die Leute haben Spaß. Was will man bei einem live Konzert mehr? Ein Fun Fact habe ich noch: Beim Drum Solo wurde eine Drum Stick fallen gelassen. Aber hat man das gemerkt? Nein. Finde das immer wieder beeindruckend wie dann wie von Geisterhand ein neuer erscheint und das Spiel ohne merkenswerte Unterbrechung weiter geht. Zur Zugabe haben sie sich zwei Minuten bitten lassen. Ansonsten fleißig durchgespielt.
Spielzeit: 92 Minuten (23:01 Uhr – 00:33 Uhr)
Webseite: https://feuerschwanz.de/
Letztes Album: Feuerschwanz – Knightclub (Amazon Partner Link)
Fazit
Im Großen und Ganzen waren wir schon wieder begeistert vom Rock am Härtsfeldsee. Der Heimweg hat sich halt ein wenig gezogen. Der Preis für die Tageskarte mit den fünf Bands fand ich durchaus angemessen, wenn ich mir überlege, was im Moment generell die Konzerte so kosten. Die Getränkepreise war auch immer noch im Rahmen. 3€ für ein Spezi / Wasser. Bier/Radler lag bei 4€. Es gab auch ein paar weitere Mischgetränke, doch da habe ich mir die Preise nicht notiert. Lillet kann ich noch sagen: 7€.
Als negativ würde ich die Menschenmenge vor’m Zelt auflisten. Bis wir es geschafft haben nach der Band zu den Toiletten zu gelangen. Da war’s schon ordentlich voll und Berührungsängste darf man da nicht haben. Vielleicht waren es diesmal einfach mehr Leute oder es ist beim letzten Mal nicht so negativ aufgefallen. Doch die Leute haben sich irgendwie schlecht verteilt.
Würden wir wieder fahren: Wenn das Line-Up stimmt und es in den Kalender passt. Warum nicht? Ab November gibt’s wohl die ersten Bandankündigungen.


























