Wie so oft fällt es mir schwer den richtigen Einstieg zu finden. Eine Idee war einfach zu schreiben, was für gute Freunde wir doch sind. Selbstredend sind wir da spontan gerne eingesprungen, da unsere Freunde aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Konzert fahren konnten. Wäre ja schade gewesen, wenn die Tickets ungenutzt verfallen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir uns selbst ja bewusst gegen das Konzert entschieden hatte. Preis/Leistung. Nürnberg. Unter der Woche. Das war’s uns eigentlich nicht Wert. Da werden wir uns aber trotzdem erkenntlich Zeigen, dass und die Tickets überlassen wurden. Ärgerlich genug, wenn man selbst nicht fahren kann und dann auch noch auf den Kosten sitzen bleibt.
Spontan zum Konzert
Wie aus der Einleitung bereits hervor ging: Das wir zu dem Konzert sind, war eine recht spontane Aktion Dienstag früh erreichte mich die Nachricht. Nach kurzer Zeit konnte ich aber die finale Zusage machen. Wir springen ein. Dafür sind wir dann ein paar Minuten früher aus der Arbeit los, damit wir alle geplanten Punkte des Abends unter bekommen. Gegen 17:45 Uhr sind wir Richtung Nürnberg aufgebrochen. Die letzte Ampel bei der Anfahrt zur Halle hat uns bestimmt 15 Minuten gekostet. Gegen 19:10 Uhr sicherten wir uns einen Parkplatz an der Halle. Das uns dafür 5€ abgeknöpft wurden, wussten wir ja von Powerwolf. Somit waren wir sehr gut in der Zeit. Um 18 Uhr war Einlass. Beginn 20 Uhr. Am Eingang war der meiste trouble schon weg und wir konnten zügig durch die Kontrollen und unsere Plätze einnehmen.
Cassyette
Die Songs hatten für mich kaum Wiedererkennungswert und hängen geblieben ist auch nix. Als Musiker hatte sie nur einen Gitarristen und einen Schlagzeuger mit dabei. Ich hatte das Gefühl, dass der Gitarrist die meiste Zeit damit beschäftigt war am Laptop irgendwelche Samples einzuspielen. (Vielleicht wirkte das auch von der weitern Entfernung einfach nur so). Zu einem Konzert würde ich vermutlich nicht fahren. Falls die aber mal wirklich am Breeze auf der kleinen Bühnen stehen würde, könnte es sein, dass ich ihr noch eine zweite Chance gebe.
Spielzeit: 31 Minuten (19:58 Uhr – 20:29 Uhr)
Webseite: https://www.cassyette.co.uk/
Letztes Album: Cassyette – This World Fucking Sucks (Amazon Partner Link)
The Hollywood Vampires
Vor acht Jahren waren die Hollywood Vampires in München. Da man bei vielen Bands nie weiß, wie oft man die zu Gesicht bekommt, haben wir damals natürlich die Gelegenheit genutzt die Supergroup anzusehen. Das Konzert war auch nicht schlecht aber halt auch nicht so gut, dass wir gesagt haben, da müsste man bei nächster Gelegenheit wieder hin. Highlights waren damals wie heute eigentlich die Cover Versionen von denen viele auf der Setlist standen: Living on the Edge, Walk this way, Schools Out, People Who Died, Heroes, … Wobei selbst Heroes mich dieses mal nicht so gepackt hatte wie beim ersten Konzert.
Die Vampire sind ja irgendwie unsterblich. Von gab es viele Momente wo auf bereits verstorbenen Musiker zurück geblickt wurde. Die waren halt keine Vampire. Die Namen der Musiker waren teilweise in den Videoanimationen mit eingearbeitet (zum Beispiel bei People Who Died Cover) oder Bandmitglieder haben ihre Idole nochmal explizit erwähnt.
Ich hatte während des Konzertes irgendwie nicht das Gefühl, dass die Band die Menge ‚mitgerissen‘ hätte. Klar. Nach den Songs wurde fleißig applaudiert aber ansonsten stand das Publikum nur wie angewurzelt da. Okay. Ich würde es nicht anders machen. Bin jetzt auch nicht derjenige der sich in einen Circle Pit stürzt, die Haare schüttelt oder die Hände hoch reist. Aber es fand auch von der Band her keine Interaktion mit dem Publikum statt. Fand ich etwas schade. Immerhin war die Spielzeit diesmal ein klein wenig länger.
Auf der Bühne standen diesmal neben Johnny Depp, Alice Cooper, und Joe Perry (Aerosmith): Tommy Henriksen (Gitarrist von Alice Cooper) und, wenn die Infos korrekt sind müssten die anderen drei Glen Sobel (Schlagzeug), Chris Wyse (Bass) und
Buck Johnson (Keyboard) gewesen sein.
Spielzeit: 101 Minuten (21:02 Uhr – 22:43 Uhr)
Webseite: https://www.hollywoodvampires.com/
Letztes Album: The Hollywood Vampires – At Montreux Jazz Festival (Amazon Partner Link)
Setlist: Nürnberg
Fazit
Das war in diesem Jahr der dritte Besuch in der PSD Arena in diesem Jahr. Und unser dritter Besuch überhaupt in der Location. Seltsam wie sich das immer ergibt. Diesmal konnten wir die Sitzplätze ausprobieren. Da ist mein Fazit aber klar: Wow war das eng. Und das sag ich, wo ich wirklich nicht viel Beinfreiheit brauche. Von der Höhe war’s in der dritten Reihen am oberen Rang für mich knapp doof, weil ich zu hoch war um durch die Schreibe zu gucken und zu klein um über die Brüstung zu gucken. Sprich ich hatte oftmals die Absperrung der Brüstung im Blickfeld. Ich habe aber von den Bands mehr gesehen als in München am Tollwood wo ich aus der Menge kaum bis zur Bühne gesehen habe.
Das Publikum war – nennen wir es – gemischt. Aber wie’s immer so ist: wir haben wohl einen Idiotenmagnet. Denn der obere Rang wurde brav frei gehalten. Nur bei uns kamen immer wieder welche, die meinten sich müssten sich vorne an die Schreibe stellen. Die Security, Einweiser und andere Gäste haben die oftmals fix verscheucht, aber nervig war’s trotzdem.
Und das Konzert generell: Ich würde es auch als durchwachsen bezeichnen. Ich fand die Stimmung etwas verhalten. Die Presseartikel behaupten das Gegenteil. Vielleicht waren die auch nicht vor Ort? So wie letztens der Avantasia Bericht, der Adrienne Cowan gelobt hat, obwohl sie gar nicht dabei war. Naja. Für uns war’s schön Alice Cooper nochmal zu sehen und wir hatten eine gute Zeit.





