Weil ich es (mir) wert bin!

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Wie hat eine gute Freundin vor einigen Tagen gesagt: Schreib doch mal wieder was Persönliches. Okay. Ich kann zwar nicht sagen: „Nichts leichter als das“, doch diesen Beitrag wollte ich dieses Jahr auf jeden Fall noch unter bringen.

Es ist nur ein paar Tage her, als wir uns in einer kleinen Gruppe über das Thema „Arbeit“ unterhalten haben. Und das war nicht mein erstes Gespräch zu diesem Thema im Dezember. Irgendwie bin ich froh, dass ich nicht der einzige bin, der sich fragt: Müsste es nicht auch besser gehen? Ich stelle mir die Frage nicht erst seit gestern. (-> Auf der Suche nach …). Gibt es ihn wirklich? Den perfekten Arbeitsplatz? Warum sind wir nicht mit dem zufrieden was wir haben? Liegt das vielleicht an unserem Alter?

Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen. Leider hab‘ ich den nicht mehr zur Hand, doch Inhaltlich entspricht das in etwa auch, was hier in diesem Artikel geschrieben wird: Die Sieben–Jahres-Zyklen unseres Lebens.

Glaubt man diesen Artikeln, so lässt sich das Leben eigentlich ganz gut in 7-Jahres-Zyklen einteilen. Gerade wenn man die erste Jahre betrachtet, passt das sehr gut. Die ersten sieben Jahre, bis zur Schule. Die Kinderzeit und Anfänge der Pubertät bis 14. In der Zeit bis 21 wird man langsam erwachsen. Mit 28 haben dann die meisten ihr Studium abgeschlossen. Einen Beruf gefunden. Eine Beziehung. Bis 35 dann der Beginn der Karriere. Vielleicht man macht sich auch schon Gedanken über Familie. Danach kommt eine schwierige Phase: Zeit der Krisen.

Ich bin noch nicht über 35. Trotzdem fühle ich mich gerade als wäre ich in dieser Phase. Falls es nicht am Alter liegt, ist es vielleicht unsere ganze Generation? Auch hierzu habe ich (schon etwas länger her) einen interessanten Artikel gefunden: Der zweite Artikel heißt: Warum die Generation Y so unglücklich ist

Und da frage ich mich: Haben wir wirklich zu hohe Ansprüche? Erwarten wir uns zu viel vom Leben? Wie Lucy würde ich mich jetzt aber nicht beschreiben. Dass ich phantastisch bin haben mir meine Kollegen erst alle wieder bestätigt. Doch mir wurde nie eingetrichtert ich sei etwas Besonderes. Doch das glitzernde Einhorn, das über die Blumenwiese springt habe ich noch nicht gefunden. Ein weiteres Problem kann ich aber durchaus bestätigen: „Die Bilder der anderen“.

Das Jahr 2010 liegt schon etwas zurück. Da habe ich mich frisch bei Facebook angemeldet. Nach kurzer Zeit wird einem klar: Facebook verzerrt die Realtität (-> Wie Facebook die Realität verzerr). Wie oft schreiben eure Freunde: „Ich hatte einen bescheidenen Tag in der Arbeit“ mit einem Bild von einem brennenden Server Raum? Oder auch ganz allgemein: Negative Schicksalsschläge des einzelnen will dort keiner sehen. Es gibt ja schon genug Leid auf der Welt, was einem gerade auch durch die sozialen Netzwerke immer wieder vor Augen gehalten wird. Daher schreibt das auch keiner. Und wer will schon ein Bild von dir sehen in dem dir die Tränen aus den Augen laufen?

Und dadurch, dass einem so viel Positives auf dem Silbertablett serviert wird kommt man ins grübeln: Wieso können die das und ich nicht? Warum sind die schon wieder im Urlaub? Schon wieder ein Freizeitpark? Wieso haben die schon wieder was Tolles erlebt und ich nicht? Wie wurde das in dem Artikel so schön bezeichnet: „Das gepimpte Bild, das die andren von sich verkaufen.“

Es ist sicherlich nicht schlecht hohe Erwartungen zu haben, doch leider muss man auch damit rechnen, dass die Erwartungen vielleicht doch zu hoch waren und man enttäuscht wird.

Wohin die Reise uns führt wissen wir vorher leider nicht. Anders gesagt: 2014 war für viele kein leichtes Jahr und ob 2015 besser wird, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Ich drücke euch die Daumen. Vielleicht findet der ein oder andere schon mal die Blumenwiese und muss dann nur noch das glitzernde Einhorn finden. Ich halte auch die Augen offen …

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