Es ist schon seltsam: Obwohl es mir eigentlich gut geht und ich mich eigentlich nicht beklagen kann, werde ich von einer allgemeinen ‚Unzufriedenheit‘ geplagt.

Man könnte jetzt sagen: „Das ist jammern auf hohem Niveau“. Vielleicht ist es das. Doch in gewisser Weise strebe ich natürlich nach ‚Perfektion‘. Also ich möchte gerne das Optimum heraus holen.

Ob der aktuelle Weg der richtige ist, kann man vorher leider nicht wissen. Auch nicht, welcher Weg der richtige ist. Ist man vielleicht schon auf dem richtigen Weg und er ist einfach gerade ein wenig steinig? Woher weiß ich denn, dass nicht später irgendwelche Felsen kommen, die den Weg komplett versperren? Ist vielleicht der Weg da vorne der richtige?

Im Gegensatz zu einer Wanderung kann man im Leben nicht einfach wieder umdrehen und dann noch einigen Kilometern sagen: „Da hab‘ ich mich verlaufen. Ich geh‘ jetzt einfach wieder zurück“.

Daher ist es auch einfacher auf dem aktuellen Weg zu bleiben. Den Weg kenne ich jetzt schon ganz gut und aktuell sieht es nicht so aus, als würde der Weg bald enden. Auch wenn einige Steine auf die Entfernung fast wie Felsen aussehen und es zeitweise etwas mühsam ist den Weg entlang zu laufen.

Auf dem Weg zu bleiben ist natürlich einfacher und vermutlich auch mit weniger Risiko verbunden. Doch sollte man nicht vielleicht auch mal ein Risiko eingehen?

Vielleicht ist das Leben wirklich wie Tetris: Dass man ein Level weiter ist, merkt man nur daran, dass sie einem die Steine noch schneller in den Weg schmeißen.