Hallo Nürnberg. Da sind wir wieder. Schon witzig, das wir noch nie in der PSD Arena waren und dann zwei Mal innerhalb weniger Wochen. Wir hatten uns früh – aber gleichzeitig auch zu spät – Tickets für das Konzert von Powerwolf gesichert. Die Tickets für Front of Stage waren kurz vergriffen, doch dann gab es doch nochmal welche, die man aber leider nicht digital bekommen konnte. Aber in einer großen Halle wollten wir uns auch nicht weit hinten hinstellen oder irgendwo sitzen, wo man schlecht sieht. Und da wir die Halle zum Zeitpunkt des Ticketkaufs noch nicht kannten, bleib nur noch Front of Stage. Der Aufpreis war aber eh gering. So viel kann ich schon mal sagen: Die paar Euro Aufpreis haben sich gelohnt.
PSD Bank Arena & Parken
Ich habe mich dazu entschieden kein Fass aufzumachen, dennoch will ich es nicht unerwähnt lassen. Als wir bei Alice Cooper waren, stellten wir fest: Cool, da kann man an der Hand-Kalb Straße um das Stadion herum kostenlos parken. Mit der Info im Kopf waren wir dann auch vor wenigen Wochen bei den Ehrlich Brothers. Okay, wir waren vor dem Ansturm vor Ort, weil wir vorher noch Essen waren doch parken ging problemlos. Und diesmal: Wurde die komplette Zufahrtsstraße zum Stadion blockiert und man musste dort auch 5€ entrichten. Das wäre ja okay, aber: Die umliegende Fahrzeuge, aus denen auch gerade erst Konzertbesucher gestiegen sind, hatten auch keine Parktickets. Wie auch immer die da drum rum gekommen sind. Also irgendwie ein wenig sus. Ich mein: Das man für den offiziellen Parkplatz vor der Halle eine Gebühr verlangt, aber auf der Straße um das Stadion rum finde ich schon ein wenig frech. Naja. Wir werden uns das für’s nächste Mal merken.
Ansonsten kann man sich eigentlich nur über die Leute und die Aufteilung des Merch Standes beschweren. Schau, da ist eine lange Schlange an der seit 30 Minuten Leute anstehen. Ne, wir quetschen und von der Seite rein. Kind, quetsch dich weiter durch, wir bringen dich noch bis in die 2. Reihe vor – egal ob die anderen Leute dann angepisst sind und nichts mehr sehen. Du wiegst 150 kg, stolperst und zerquetsch eine Person unter dir. Egal was du tust – nur nicht um Entschuldigung bitten.
Und die Merch Stände? Ein Powerwolf Stand draußen. Einer am oberen Rang in etwa drüber. Hammerfall in der Mitte am ersten Rang. Für Wind Rose musste man einmal um’s halbe Stadion rum. Wer genau geschaut hat, konnte aber – sofern er den Weg nach oben überhaupt gemeistert hat, kleine Hinweisschildchen sehen. Aber ich kann durchaus jeden verstehen, der keinen Bock mehr auf Schnitzeljagd nach dem Konzert hat um einen Patch zu kaufen.
Wind Rose
Und während sich die eingefleischten Fans am Ende schon auf den Diggy Diggy Hole Remix gefreut haben, kam die Band plötzlich mit einem Rock and Stone Remix um die Ecke. Ja, der ist auch cool, jedoch nicht so cool wie der Diggy Diggy Hole Remix.
Spielzeit: 38 Minuten (18:20 Uhr – 18:58 Uhr)
Webseite: https://www.windroseofficial.com/
Setlist: Nürnberg, PSD Arena
Letztes Album: Wind Rose – Trollslayer (Amazon Partner Link)
Hammerfall
Ich fand schade, dass vom (Re)volution Album nichts gespielt wurde. Doch dafür fehlten Hits wie Hammer High, Last Man Standing, Sweden Rock, Renegade und natürlich Heart on Fire nicht auf der Setlist. Die Spielfreude der Band ist auf jeden Fall auch nach vielen Jahren ungebrochen.
Spielzeit: 64 Minuten (19:25 Uhr – 20:29 Uhr)
Webseite: https://hammerfall.net/
Setlist: Nürnberg, PSD Arena (Zum Zeitpunkt, als ich den Beitrag schreibe ‚out of order & incomplete)
Letztes Album: Hammerfall – Avenge The Fallen (Amazon Partner Link)
Powerwolf
Die Spielzeiten der Bands wurden gut eingehalten und so starteten pünktlich wie angekündigt Powerwolf um 21 Uhr ihre Show. Nachdem der Vorhang fiel, präsentierte sich Attila Dorn majestätisch auf einem Podest. (So wie im unten verlinkten Video am Ende). Im ersten Moment ist man noch begeistern von dem opulenten Bühnenbild. Doch wenn man die ganze Zeit im Hintergrund ein zehn Sekunden AI Loop mit Wölfen sieht, verliert das ganze irgendwann den Reiz. Zumal die Animationen teilweise komische KI-Morphing-Fehler enthielten. Okay, vielleicht sollte es absichtlich etwas trashig wirken? Naja. Man will ja nicht die ganze Zeit auf den Hintergrund achten, sondern auf die Musik, die Band und die Show. Und die war wirklich hervorragend. Wie schon die beiden Bands zuvor lieferten Powerwolf eine fantastische Show ab. Nur im Gegensatz zu den Support Acts mit viel Feuer & Bombast.
Ich gebe zu, ich habe vorher schon mal in die Setlist gespickt, was uns so erwarten könnte. Leider kein Stossgebet & Glaubenskraft. Da wir Powerwolf schon sehr lange verfolgen haben wir natürlich auch Hits wie Kiss of the Cobra King und Saturday Satan vermisst. Doch sonst konnte man sich nicht beklagen und die Fans bekamen viele Hits zum mitsingen. Natürlich verschwand die Band für wenige Augenblicke von der Bühne um sich zu einer Zugabe bitten zu lassen. Diese Bestand dann aus drei weiteren Songs, die das fast zweistündige Set mit Werwolves of Armenia komplettierte.
Zum Ende wollte ich noch zwei Punkte anmerken: Überraschend waren für mich die beiden Mädels, die bei Dancing with the Dead und später nochmal mit brennenden Flügeln mit auf der Bühne standen. Und – ehrlichweise habe ich bei den Meldungen, die sich überschlagen haben, etwas den Überblick verloren – Charles Greywolf wurde bei dieser Show von Dom R. Crey (Nothgard, Ex-Equilibrium) ersetzt.
Spielzeit: 118 Minuten (21:00 Uhr – 22:58 Uhr)
Webseite: https://www.powerwolf.net/
Setlist: Nürnberg, PSD Arena
Letztes Album: Powerwolf – Wildlive (Live at Olympiahalle) (Amazon Partner Link)
Fazit
Nachdem ich eingangs ja ein wenig geschimpft habe, will ich das Ganze aber dennoch mit einem positiven Fazit beenden. War ein starkes Konzert und wir hatten ganz gute Plätze in den vorderen Reihen mit vielen ‚kleinen‘ Leuten, so dass man auch einiges von der Band gesehen hat. Wie oben schon erwähnt: Der geringe Aufpreis für die Front of Stage Tickets hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und auch wenn 90€ kein Schnäppchen sind, gab es doch über 3,5 Stunden live Musik dafür.


















