Relativ spontan habe ich mich dazu entschlossen doch noch nach Obertraubling ins Airport zu fahren. Wenn man nur 15 Minuten fahren muss geht das. Eigentlich wollte ich nur eine Band sehen, doch ich schaue mir auch gerne mal ein paar neue Bands an. Ich wusste in etwas welche Musik(richtung) auf mich zu kommt und konnte daher auch ungefähr erahnen, welches Publikum anwesend sein würde. Das hat sich zu 100% bestätigt. Insgesamt war die Stimmung im Airport sehr gut. Die Fans nutzen die Gelegenheit um mal wieder ausgelassen zu feiern (Circle Pit, Wall of Death) und auch sonst wurde fleißig geschubst und gehüpft. Für Außenstehende sieht es ein wenig wie Massenschlägerei aus. Ich habe mich da eher ein wenig im Hintergrund gehalten.

Obey the Brave

Pünktlich um 20 Uhr starteten dann Obey the Brave aus Kanada. In den 30 Minuten Spielzeit versuchte die Band natürlich so viele Songs wie möglich zum Besten zu geben. Was mit persönlich aufgefallen ist: Allen Songs, die vom aktuellen Album sind, haben mir tendenziell besser gefallen, als die alten Songs. Für die erste Band des Abends war vor der Bühne schon richtig viel los und die Band heizte dem Publikum ordentlich ein.

Aktuelles Album: Obey the Brave – Mad Season

Chelsea Grin

Nach einer kurzen Umbaupause betraten Chelsea Grin aus den USA die Bühne. Schon nach dem ersten Song wusste ich: Das ist nicht meine Musik. Als Deathcore wird die Richtung bezeichnet. Ja, das trifft es würde ich sagen. Gefühlt war es bei dieser Band vor der Bühne am heftigsten. Mich wundert es immer noch, dass es in den 35 Minuten keine Verletzten gab.

Aktuelles Album: Chelsea Grin – Self Inflicted

Northlane

Ich musste bis 21:50 Uhr warten, bis endlich die Band spielte, die ich eigentlich sehen wollte: Northlane aus Australien. Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass die Band etwas länger spielt. Leider war schon nach 40 Minuten Schluss. Auch wenn ich zwei Alben der Band zu Hause habe kannte ich nicht jeden Song, trotzdem habe ich geschafft einen Song zu vermissen: Masquerade. Ansonsten konnte ich mich nicht beschweren. Ach doch. Die haben gerade ein neues Album raus gebracht, dass es aber leider nicht zu kaufen gab. „No CDs. Sorry“

Aktuelles Album: Northlane – Mesmer

Deez Nuts

Zu Hause habe ich mal kurz in einen Song des Headliners Deez Nuts rein gehört. Die Australier versuchen in ihren Songs Rap mit Hardcore zu verbinden. Im ersten Moment konnte mich das nicht vom Hocker hauen. Leider war das live nicht recht viel besser, doch das hat andere Gründe: Irgendwie ist der Sänger ausgefallen und der Gitarrist der Band ist kurzfristig als Sänger eingesprungen – und das obwohl er eigentlich nicht singt. Doch das war die Alternative zu „Den Gig kurzfristig absagen“. Dafür hat die Band einen Pluspunkt verdient auch wenn sie dadurch nicht unbedingt neue Fans gewinnen konnte. Was mich persönlich ziemlich genervt hat, war, dass der Gitarrist dann nach jedem Song gut zwei Minuten lang erwähnt hat, dass er ja nicht der Sänger ist und sie den Gig auch hätten absagen können und wir froh sein können, dass die überhaupt spielen und eigentlich ist es im eh egal und …. aber … *bla bla bla*.

Aktuelles Album: Deez Nuts – Binge & Purgatory