Ich spare, was am Ende vom Monat übrig ist

Jeder hat einmal klein angefangen. Man freut sich, dass es am Anfang des Monats wieder Taschengeld gibt. Einen Tag später stand man im Tante Emma Laden und hat die erste Mark gleich mal für Softdrinks und Süßigkeiten ausgegeben. Man kann ja das sparen, was am Ende vom Monat noch übrig ist. Doch was bleibt vom Geld übrig, wenn man es im Geldbeutel mit dabei hat?

Kein Geld
Und so geht’s dann weiter. Man wird älter. Verdient vielleicht im Nebenjob die ersten Euros. Erst mal neue Klamotten. Party am Wochenende. Die Handykosten explodieren. Man kann ja das sparen, was am Ende vom Monat noch übrig ist.

Irgendwann schaut man auf das gesparte Geld und stellt fest: Scheinbar ist am Ende des Monats nie was übrig geblieben. Vielleicht ist man die Sache falsch angegangen?

Pay yourself first

Geldschein
Hätte sich die Situation vielleicht anders entwickelt, wenn man vom Taschengeld gleich eine Mark ins Sparschwein geworfen hätte? Man wäre einfach einen Tag weniger im Tante Emma Laden gestanden (um sich ungesunden Süßkram zu kaufen). Und später? Von den ersten verdienten Euros gleich ein paar Euro ins Sparschwein. Was wäre die Folge? Beim Feiern am Wochenende vielleicht einen Drink weniger? Und auf lange Sicht gesehen? Ich finde den Ansatz von ‚Pay Yourself First‚ nicht schlecht. Habe ich das auch immer befolgt? Natürlich! NICHT!

Wenn man als kleiner Bub schon so diszipliniert gewesen wäre … aber ich hatte Glück. Ich habe früh schon ein wenig Taschengeld beim Zeitungen austragen dazu verdient. Ich hatte aber an sich keine Ausgaben, bis auf ein paar Süßigkeiten. Auch sonst war ich recht anspruchslos. Marken-Klamotten? Handy? Hat mich alles nicht interessiert. Und wenn man am Dorf aufwächst und keinen Wert auf ‚Party‘ legt, bleibt am Ende von dem Geld von ganz alleine was übrig.

Doch schauen wir mal in die Gegenwart. Wie ist es denn heute? Heute versuche ich das ‚Pay Yourself First‚ schon umzusetzen. Wobei. Die ersten, die jeden Monat bezahlt werden, sind die Versicherungen und unser Vermieter. Doch dann bin gleich ich dran: Ich stocke monatliche gerade meinen Bausparer noch ein wenig auf (ein Teil davon wird direkt vom Arbeitgeber schon bezahlt) und dann werden zum nächstmögliche Zeitpunkt die Wertpapiersparpläne ausgeführt. Was schlicht und einfach zur Folge hat, dass man z.B. am 10. des Monats noch ein Budget hat, mit dem man im restlichen Monat auskommen muss.

Natürlich gibt’s auch einen Notgroschen, den man z.B. am Tagesgeldkonto hat, an dem man ran kommt, wenn mal wirklich ein Notfall ist. Sparen heißt ja nicht, dass ich jeden Euro in ein Festgeldkonto für 10 Jahre stecken muss und ich keine Möglichkeit mehr habe da ran zu kommen. Aber ich glaube wichtig ist: Aus den Augen aus dem Sinn. Je einfacher man an das Geld ran kommt, desto einfacher ist es das Geld wieder auszugeben.

Fazit

Natürlich habe ich das Rad nicht neu erfunden. Und ich denke das Prinzip ist eigentlich auch bekannt. Vermutlich wird es aber immer Leute geben, die diesen Beitrag lesen und sich erwischt fühlen, weil letzten Monat wieder nichts übrig geblieben ist. Natürlich ist nicht jeder in der glücklichen Position, dass er etwas Geld zur Seite lege kann. Doch es gibt sicherlich auch Leute, die es in der Hand haben daran was zu ändern – jetzt muss man nur noch wollen.

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