Burgfest Burghausen, 09.07.2022

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Burghausen . Burghausen. Burghausen. Jedes Jahr hört man wieder davon. Und nie kommen wir hin. Na, stimmt auch nicht ganz. Denn ‚zufällig‘ waren wir im September in Burghausen, als wir von Salzburg zurückgefahren sind. Die Burganlage wirkte sehr beeindruckend auf uns (auch von der Ferne). Na vielleicht schaffen wir es ja 2022.

Doch wann ist das Burgfest 2022? Genau an dem Wochenende wo wir in Stuttgart auf dem Iron Maiden Konzert sind. Nachdem sich aber das Konzert ja irgendwann erledigt hatte und somit an dem Wochenende noch Freizeit zur Verfügung stand, haben wir die Gelegenheit genutzt.

Burghausen
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Anreise / Parken

Etwas später, als ursprünglich geplant, sind wir in Regensburg los. Eigentlich muss man fast sagen „zum Glück“, doch dazu später mehr. Gegen 13 Uhr starteten wir auf der Autobahn Richtung Passau und von dort aus einfach der Bundesstraße bis Burghausen folgen. Easy. Doch die Fahrt dauerte doch länger als erwartet. Erst um kurz vor 15 Uhr waren wir in Burghausen.

Burghausen
Burghausen

Da ich mein Focus am dem Wochenende auf das Guns’n’Roses Konzert gelegt hatte, hatte ich mich nicht wirklich damit beschäftigt, wo man dann in Burghausen parken kann. Dachte das ergibt sich sicherlich. An dem ersten Park & Ride mit Shuttelbus sind wir dann optimistisch vorbei und haben es in der Tiefgarage versucht. Ohne Erfolg. Während ein Auto dann den P+R Parkplatz aufsuchte hatten wir, schon zum zweiten Mal an dem Wochenende, echt Glück und sich direkt an einer Parklücke nach dem Parkhaus vorbei.

Der Umzug – und die Folgen daraus

Der Fußweg war nicht so weit, so dass wir dann relativ zügig an dem großen Umzug vorbei kamen. Ich war etwas überrascht, da dieser ja bereits um 14 Uhr gestartet sein sollte (laut Plan) und da immer noch Leute und Wägen durch die Straßen zogen. Nunja. Der Umzug interessierte uns wenig, wir wollten in die Burg. Doch das war leider nicht (so einfach) möglich, denn der Weg zum Haupteingang war ‚gesperrt‘ wegen des Umzuges. Müssen wir uns den jetzt echt bis zum Ende ansehen? Na gut dass wir nicht schon eine Stunde früher da waren, denn dann hätten wir uns den noch eine Stunde länger anschauen müssen.

Burghausen
Burghausen

Es gibt zwar noch ‚versteckte‘ Seiteneingängen, doch wenn man zum ersten Mal da ist, weiß man sowas natürlich nicht. Naja. Doch das Drama am Einlass war damit noch nicht zu Ende. Wir haben uns strategisch etwas günstiger platziert und wurden kurz vor Ende irgendwie in den Innenhof mit rein geschoben. Aber wir hatten noch keine Bändchen. Als der Umzug dann zu Ende war, gab es an der Kasse (Singular, denn obwohl es vier Häuschen gab, war, soweit ich das gesehen habe, nur eins besetzt) eine endlose Schlange. (Irgendwie auch verständlich, wenn man zwei Stunden lang niemanden nach drinnen lässt). Da wir aber schon drinnen waren, konnten wir uns von der anderen Seite anstellen und hatten sofort unser Bändchen. Tja. Wir. Aber nicht unsere Mitfahrer, die mit dem Shuttelbus zu den Kassen gebracht wurden. Die wurden irgendwie nach hinten gespült und mussten dort ewig anstehen. Wir suchten uns zwischenzeitlich Getränke und etwas zu Essen, während wir warteten, dass unsere Gruppe wieder vollständig wird.

Burghausen
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Lassen wir uns mal durch die Burg schieben

Es müsste bereits kurz vor 17 Uhr gewesen sein, bis wir alle zusammen hatten und unsere Runde über die Burg starten konnten. Und dabei hatten noch nicht mal alle was zu Essen / Trinken gehabt. In unserer Vorstellung schlenderten wir gemütlich von Stand zu Stand. Gucken Sachen an oder verweilen mal für ein Minütchen an einer Stelle. Die Realität sah eher so aus, dass wir uns von vorne nach hinten haben durchschieben lassen. Nur an den ‚breiteren‘ Flächen haben wir’s geschafft aus der Schlange auszubrechen.

Am Ende der Burg angekommen hatten dann alle wenigstes schon mal eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Der Weg in die andere Richtung war aber dann leider nicht wirklich besser. Ständig irgendwelche Fanfarenzüge, die durch die engen Gänge liefen oder Schausteller, die an den engsten Stellen etwas aufführen. Gegen 20 Uhr waren wir wieder am Stand vom Kistler. Da wollte ich um 20:30 Uhr das Puppenspiel sehen. Zu dem Zeitpunkt setzte dann auch der Regen ein und die ersten Leute wurden nach draußen gespült.

Burghausen
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Während wir beim Puppenspiel waren, war der Rest der Gruppe beim shoppen. Die Händlerstände waren auch unser Ziel nachdem das Puppenspiel zu Ende war. Langsam wurde etwas angenehmer am Markt. Die Zahl der Leute wurde deutlich weniger. Nachdem unsere Gruppe wieder vereint war, nahmen wir nochmal beim den Futterbuden Platz für ein kleines Abendbrot. Phu. Das hatten wir uns alle etwas entspannter vorgestellt.

Den Abend ausklingen lassen

Unsere Gruppe hat sich dann langsam aufgelöst. Wir waren ja extra mit zwei Autos vor Ort, da wir gerne bis zum Ende bleiben wollten. Wir verbrachten erst noch einige Minuten beim Kistler am Stand (da hat’s dann nochmal ordentlich runter geschüttet), bevor wir nochmal zum Ende der Burg sind. Bei der Bühne sahen wir dann nochmal das Ende von Totus Gaudeo. Die Show am Nachmittag habe wir glaube ich fast vollständig mitbekommen, da wir dort für eine Kaffeepause halt gemacht haben.

Burghausen
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Um 23:30 Uhr war dann nochmal eine Feuershow. Der haben wir schon entgegen gefiebert. Die Show war direkt vor der Bühne. Doch der Kreis, der dafür ‚abgesperrt‘ war, war relativ klein. Somit haben da auch nur wenig Leute direkt was gesehen. Wir haben von der Seite ein wenig rein geschaut. Doch wirklich vom Hocker gehauen hat uns die auch nicht. Immerhin haben wir bei der Feuershow noch eine Freundin getroffen, von der wir uns dann noch verabschieden konnte.

Um Mitternacht klappten dann eigentlich alle Stände ihre Fensterchen zu. Das ging dann doch recht flott. Der Regen lud jetzt auch nicht wirklich noch weiter zum verweilen ein. Also machten wir uns dann auch langsam auf den Weg nach draußen.

Fazit

Das war also unser erster Besuch beim Burgfest Burghausen. War es enttäuschend?: Ja, irgendwie schon. Oder vielleicht hatte man auch einfach die falschen Erwartungen an den Markt? Ich glaube, da kamen einfach viele Faktoren zusammen: Der unglückliche Zeitpunkt des Eintreffens. Das man ewig nicht rein kam. Endlose Schlagen an der Kasse. Menschenmassen, die einen durch den Markt schieben (wir haben von vielen Händler gehört, dass das noch nie so krass war). Von einem gemütlichen Mittelaltermarkt hatte das nichts.

Burghausen
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Das Ambiente der Burg ist echt der Hammer. Mit (deutlich) weniger Leuten wäre das auch viel angenehmer gewesen. Mit 15€ für ’normale‘ Leute war für den Markt wohl immer noch ein attraktives Angebot, wenn man gesehen hat, wie viele Jugendliche da waren, um einfach ein wenig zu feiern. Ich mein, es gab ja viele Lagernde, von daher lässt sich schwer sagen wie viele Besucher in Gewandung da waren. Wer jetzt wieder mit dem Argument kommt „Aber es war Corona. Die Leute wollen raus“. Naja. Alles schön und gut. Aber da war’s teilweise so überfüllt, dass ich wirklich in Frage stellen muss, ob das sicherheitstechnisch in Ordnung war.

Händler waren schon einige da. Doch ich würde sagen: Es gab zu wenig Met. Oder wir haben die entsprechenden Stände einfach nicht gesehen. An zwei kleineren Ständen haben wir mal vorbei geschaut, doch die waren auch recht am Anfang und die Auswahl überschaubar. Ja ja. Das anspruchsvolle Publikum.

Überschaubar war auch die Anzahl der Toiletten, die dann wohl sogar Mancherorts (zweitweise?) geschlossen wurden. Und es wurde von Dixis berichtet, bei denen nichts mehr rein ging. Nicht schön. Und apropos nicht schön: Die Mülleimer, neben denen sich schon Berge an Abfällen sammelten. Wer auch immer bei so einem Markt die festinstallierten Mülleimer leert – einmal Tagsüber leeren hätte durchaus Sinn gegeben.

Man sieht, ich habe leider wenig positives aus Burghausen mitgenommen. Einerseits irgendwie Schade, doch auf der anderen Seite ärgere ich mich die nächsten Jahre vermutlich nicht, wenn wir’s, aufgrund anderer Veranstaltungen, die nächsten Jahre wieder nicht zum Markt schaffen.

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