Metalfest Open Air 2018 – Pilsen, Czech Republic

Metalfest Pilsen- warum entdecken wir dich jetzt erst?

Das Metalfest war uns bisher nicht unbekannt. Es gab (gibt?) mehrere Ausgaben davon. Eine war in Österreich. Das war uns bekannt, doch viel gutes hat man davon nicht gehört. Es gab auch eine Ausgabe in Deutschland, doch das wurde auch eingestellt. Und so verschwand das Metalfest von unserem Radius. Als ich auf der Suche nach Nightwish Konzertdaten war, bin ich dann zufällig auf das Metalfest in Pilsen gestoßen. Pilsen – das ist ja nicht mal zwei Stunden von uns entfernt. Das könnte man in Betracht ziehen wenn der Termin und das Line-Up so einigermaßen passt. Als ich die Seite geöffnet habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen: Nightwish, Apocalyptica, Sonata Arctica, Freedom Call, Brainstorm, Xandria, Visions of Atlantis, … da ist ja einiges für uns dabei. Ich kam gerade erst wieder zu Luft als ich den Preis für die Tickets entdeckte: Etwas mehr als 50€ für die 3-Tages-Karte! Pilsen wir kommen!

Anfahrt

Gemütlich machten wir uns um acht Uhr auf den Weg nach Pilsen. Die Strecke ist ja nicht so weit, doch wir hatten es irgendwie im Gefühl, dass es bei der Anfahrt zu Problemen kommen könnte. Kurz vor der Grenze fuhr dann ein Auto plötzlich ganz langsam vor uns. Haben wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen? Fahren wir lieber auch ein wenig langsamer. Doch irgendwann wurde das Fahrzeug so langsam, dass wir es überholten. In dem Moment geht das Blaulicht an … jedoch waren sie nicht an uns interessiert.
In Pilsen angekommen sind wir prompt von der ‚falschen‘ Seite zum Gelände gefahren. Da kommt man nicht hin. Es gab dann noch viele Feldwege und Wege für Fußgänger (die man hätte nehmen können), doch dafür waren wir nicht mutig genug. Am Ende fuhren wir ein wenig im Kreis, bis wir die richtige Strecke gefunden haben. Von dort aus ging es dann über ein Feldweg zum Parkplatz.

Gelände

Gelände
Gelände

Ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht sicher wo wir laut Plan am Ende wirklich geparkt hatten. Auf jeden Fall waren wir schon recht weit vom Gelände weg. Also wir mussten etwas mehr als fünf Minuten laufen. Das Amphitheater selbst war der Hammer. Was für ein geiles Gelände. Vor der Bühne sind zwar nur wenige Reihen für stehende Gäste, doch dann bieten sich zahlreiche Sitzgelegenheiten, die aufsteigend angeordnet sind. So hat man fast von allen Plätzen aus guten Blick auf die Bühne. Dahinter war eine Querverbindung. Dort konnte man an paar Stellen Getränke kaufen. Dahinter erstreckten sich dann noch große Grünflächen, von denen man auch einen hervorragenden Blick auf die Bühne hatte (da haben wir die meiste Zeit verbracht). Es folgte eine Reihe mit Merch-Ständen und Getränken. Dahinter waren dann nochmal ein paar kleinere Wiesen. Der Weg am oberen Rand des Geländes führten zu zahlreichen Essensständen und einem Bierzelt.

Preise

Bei den Preisen kann man auch nicht meckern. Wie schon erwähnt haben wir für das 3-Tages-Ticket im Vorverkauf nur knapp über 50€ bezahlt. Wir hatten relativ wenig Verpflegung dabei, denn wir wollten ja die meiste Zeit bei den Bands verbringen. Daher haben wir am Gelände Getränke und Essen gekauft. Ehrlich gesagt habe ich mir nicht gemerkt, wie viel das Bier gekostet hat, doch das 0,5 Cola lag bei 35 Kronen. Beim Umrechnungskurs von 25 Kronen pro Euro lag der Preis somit bei 1,40 €. Bei den Essensständen gab es z.B. eine Portion gebratene Nudeln für 3€ (70 – 80 Kronen). Burger für 4,50€ (110 Kronen). Wir haben uns am Ende an einen Pizza Stand gehalten, da die Pizzen dort recht gut waren. Eine ganze Pizza für 5,60€ (140 Kronen) war auch ganz OK.

Bands

Nightwish
Sonata Arctica

27 Bands waren für die drei Tage angekündigt. Death Angel mussten leider absagen, somit waren es am Ende nur 26 Bands. Wir haben es nicht geschafft alle zu sehen, doch immerhin haben wir 23 Bands ganz oder teilweise gesehen. Eine ordentliche Ausbeute. Am ersten Tag haben wir sogar alle Bands gesehen: Proximity, Visions of Atlantis, Svartsot, Dymytry, Milking The Goatmachine, Brainstorm, Freedom Call, Sonata Arctica und den Headliner Nightwish. Am zweiten Tag ersetzten Evergrey die Band Death Angel. Auch wenn ich Evergrey eigentlich sehen wollte, war das eine der Bands, bei denen wir eine kurze Pause machten. Auch den Headliner an diesem Abend, Accept, ließen wir sausen. Somit haben wir ’nur‘ Sebastien, Ice Age, Follow The Cipher, The Charm Fury, Creamatory, Equilibrium und Lacuna Coil gesehen. Der letzte Tag startet etwas später, da Evergrey ja schon am Vortag gespielt hat. Die einzige Band, die wir am Sonntag nicht gesehen haben, war Rage. Damit waren unsere Bands am letzten Tag Tri State Corner, Xandria, Cyhra, Battle Beast, Alestorm, Eluveitie und Apocalyptica.

Lacuna Coil
Xandria

Wenn ich mit jetzt die Top 5 Bands entscheiden müsste wären das in der Reihenfolge: Apocalyptica (Highlights: Battery, One, For Whom The Bell Tolls), Nightwish, Alestorm, Freedom Call und Equilibrium. Wer sich jetzt wundert, warum in der Auflistung Sonata Arctica fehlt: Die SetList für den Abend fand ich gar nicht gut (Drei Songs aus dem Stones Grow Her Name Album) und dann verließen sie die Bühne obwohl sie noch 10 Minuten Spielzeit hatten. Auch ansonsten war die Show eher langweilig. Vielleicht hatte Tony einen schlechten Tag, denn er hat auch kaum was erzählt.

Visions Of Atlantis
Alestorm

Fazit

Da uns das Out & Loud ja weggefallen ist und wir dieses Jahr auch nicht zum Rock am Härtsfeldsee fahren (Lohnt sich dieses Jahr für uns nicht) war das Metalfest die perfekte Alternative. Ich habe das ab sofort auf meiner Beobachtungsliste. Denn auch die letzten Jahre war das Line-Up durchaus nicht schlecht. Da kommen wir gerne wieder.

Apocalyptica
Apocalyptica

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